Tagebuch Working Holiday Dezember 2016 – Okinawa

 

Dezember – Okinawa

 

Kapitel 1 – Ankunft in Naha

 

Da saß ich nun im Flieger, auf dem Weg zu meinem nächsten Ziel – Okinawa. Da ich keine Wintersachen mit mir rumschleppen wollte wählte ich meine Route so, dass ich den Winter über auf der Tropeninsel verbringen würde.

Der Flug dauerte ein paar Stunden in denen ich versuchte zu schlafen. Die Zeit ging aber trotzdem recht schnell vorbei, das Einzige was zähfließend voranging war das Aussteigen. Draußen wartete auch schon meine Mitfahrgelegenheit. Meine Vermieter holten mich freundlicherweise vom Flughafen ab.

Meine Vermieter waren ein etwas älteres Ehepaar – Seiki und Keiko. Die Beiden hatten zwei Häuser auf Airbnb und Eins davon hatte ich gemietet. Abgeholt wurde ich aber nur von Seiki, den Weg bis zu ihrem Haus verbrachten wir größtenteils schweigend.

Am Haus angekommen wurde ich herzlich von einer Gruppe von Leuten begrüßt. Etwas überrumpelt stellte ich mich allen vor und überreichte Seiki und Keiko das Mitbringsel und Dankeschön. Beide waren glücklich und etwas überrascht da ich es mit dem typisch japanischen Satz überreicht hatte.

Ein Ehepaar und ihr Baby aus Deutschland hatte auch ein Zimmer bei den Beiden gebucht und würde bis Ende Dezember hier bleiben. Sie stellten sich mir mit den Namen Tino und Hoshimi vor. Die restlichen Leute aus der Gruppe waren Freunde von Keiko, gemeinsam mit ihr stellten sie gerade Tofu her.

Gemeinsam aßen wir die mitgebrachte Süßigkeit, dazu gab es grünen Tee. Ich unterhielt mich mit dem Ehepaar eine Weile und wurde sogar zum Abendessen eingeladen. Mit Seiki, dem Ehepaar und ihrem Baby gingen wir zu meiner Unterkunft. Seiki erklärte mir noch ein paar Dinge und verschwand dann gemeinsam mit Tino und Hoshimi.

Bis zum Abendessen verbrachte ich meine Zeit damit alles auszupacken, zu Duschen und frische Kleidung anzuziehen. Etwas früher als abgemacht war ich wieder bei Keikos und Seikis Haus. Um guten Eindruck bemüht und um mich für die Einladung zu bedanken fragte ich ob sie vielleicht Hilfe brauchten.

Zu Essen gab es Spaghetti Carbonara dazu auch einen Salat. Ist zwar nicht meine Lieblingsspeise aber trotz allem hat es richtig lecker geschmeckt. Den restlichen Abend redeten wir über alle möglichen Dingen. Für den nächsten Tag wurde ich sogar zum Frühstück eingeladen.

Tot Müde und erschöpft viel ich ins Bett und schlief nach wenigen Sekunden ein.

 

Kapitel 2 – Tag 2

 

Viel zu früh weckte mich der Wecker aus meinem Schlaf. Grummelig stand ich auf und machte mich fertig um rechtzeitig zum Frühstück zu kommen. Um mich für das Frühstück zu bedanken half ich so gut es ging Keiko dabei.

Das Frühstück bestand aus Spiegelei, Semmeln und kleine Würstchen. Froh endlich mal keinen Reis zum Frühstück zu haben bediente ich mich bei den Semmeln und war unendlich froh das die Semmeln einigermaßen gut schmeckten.

Ich redete ein bisschen mit Keiko, Tino und Hoshimi über meinen Blog und was ich nach Okinawa noch machen wollte. Satt und zufrieden half ich das Geschirr in die Spülmaschine zu räumen. Ich fragt auch gleich nach einem Nahe gelegenem Supermarkt. Zu meinem Pech musste ich 20 Minuten mit dem Rad bis zum nächsten Supermarkt fahren.

Was ja an sich kein Problem ist, wären da nicht die ganzen kleinen Hügel gewesen die mir das Leben schwer machten. Vermeiden konnte ich es nicht, da ich etwas zu Essen brauchte. Am Supermarkt angekommen war ich etwas enttäuscht wirklich viel Auswahl hatte der ja nicht zu bieten und teuer war er dann auch noch.

Ich kaufte nur Reis, Eier, Wasser, Instant Suppen und eine Lunchbox. Das musste für eine Weile einfach reichen, bis mir etwas besseres einfallen wird. Schwer bepackt trat ich den Rückweg an, wieder hieß es rauf auf den Hügel und runter, rauf und runter.

Verschwitzt und total fertig kam ich Zuhause an und verwünschte einfach nur noch das Fahrrad, den Supermarkt und den Weg. Nach dem die Einkäufe nun komplett aufgeräumt waren verspeiste ich hungrig die Lunchbox. Den restlichen Tag über surfte ich im Internet und arbeite eine Weile an meinem Blog.

 

Kapitel 3 – Traditionelle Aufführung

 

Die nächsten Tage passierte nicht wirklich etwas aufregendes, ich versuchte mich etwas einzuleben und verbrachte größtenteils Daheim. Am dritten Tag bekam ich einen Anruf von Keiko. Sie lud mich zu einem Konzert ein, aufgeführt werden unterschiedliche Musik- und Tanzstücke.

Keiko, das Ehepaar Tino und Hoshimi und ich gingen gemeinsam zu der Aufführung. Vorsichtshalber nahm ich meine Kamera mit, leider war das Fotografieren verboten. Das Konzert ging den ganzen Tag über und viele unterschiedliche Gruppen traten auf. Ich bekam einen kurzen aber dennoch schönen Einblick in die traditionelle Kunst von Okinawa.

Am liebsten wäre ich den ganzen Abend über sitzen geblieben und hätte den Tänzer und Musikern zugeschaut. Leider blieben wir nur 1 Stunde dort, danach ging es wieder ab nach Hause. Wir kauften noch schnell etwas beim Konbini und aßen zusammen zu Abend. Ich wurde noch für die nächsten paar Tage zum Frühstück eingeladen und so ging der Tag zu Ende.

Jeden Tag Daheim sein wollte ich auch nicht und die Lebensmittel neigten sich wieder dem Ende zu. Ich radelte wieder mit dem Fahrrad Richtung Supermarkt, dieses mal jedoch fuhr ich etwas weiter und erkundigte die Hauptstraße etwas mehr. Was sich als richtig herausstellte. Ein paar hundert Meter weiter gab es noch einen anderen Supermarkt, der wesentlich mehr Auswahl hatte.

Mit schwer bepackten Tüten musste ich jetzt natürlich wieder zum Haus radeln. Der reinste Horror war das! Nach nur ein paar Metern wollte ich am liebsten Tot umfallen und nie wieder auch nur ein Fahrrad im Leben sehen. Irgendwie geschafft hatte ich es dann dennoch aber der Rückweg hatte mich ganze 40 Minuten gekostet. – Hier weinte ich innerlich –

An den darauffolgenden Tagen hatte ich den schlimmsten Muskelkater aller Zeiten. Ich konnte keinen Finger rühren ohne den vollen Ausmaß des Muskelkaters zu spüren. Da Bewegung gut sein soll wenn mein einen Muskelkater hat, – Haha – lief ich im Haus etwas hin und her und später versuchte ich sogar leichte Yogaübungen. Die mir richtig gut geholfen haben.

 

Kapitel 4 – Sanshin Stunden

 

Den Muskelkater endlich kuriert und wieder fähig ohne Schmerzen sich zu bewegen, nahm ich mir ein Ziel vor. So viel wie Möglich mit dem Fahrrad zu fahren um ja nie wieder einen Muskelkater in diesem Monat zu kriegen.

Gesagt getan, ich fuhr so weit wie möglich und irgendwann ging es dann sogar. Wobei gewisse Hügel immer noch schwierig zu bewältigen waren. An einem Tag schaffte ich dann sogar eine Radtour von 15km.

 

Frau_Fahrrad_Meer_Steine

 

Nach der großen Radtour duschte ich mich und besuchte nochmal meine beiden Vermieter. Ich wollte mich bei den Beiden für das Fahrrad und das Handy bedanken. Beides liehen sie mir für den ganzen Monat über aus.

Wäre ich nur ein paar Minuten später gekommen oder hätte mich nicht dafür entschieden hätte ich wahrscheinlich nie diese tolle nächste Erfahrungen gemacht.

Ich unterbrach Keiko gerade bei ihrer Vorbereitung für ihre Sanshin Stunde. Sanshin war eine Gitarre mit nur drei Seiten. Das Instrument hatte große Ähnlichkeit mit einem Banjo.

 

Instrument_Sanshin

 

Da Keiko zwei Instrumente hatte versuchte ich selber ein bisschen zu spielen. Allerdings hatte ich damit nicht so viel Erfolg. Ich bin einer der unmusikalischsten Menschen die auf der Erde überhaupt existieren. Weder singen noch irgendwelche Instrumente kann ich Einwandfrei spielen.

Ich hörte also lieber Keiko zu und wurde sogar von ihr eingeladen mit in den Unterricht zu kommen. Na unbedingt, sag ich da nur. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

Diese Erfahrung werde ich nie wieder vergessen. So unglaublich faszinierend war es gewesen das mir schon fast die Worte fehlen es zu erklären. Die Klasse bestand mehr oder weniger nur aus jungen Leuten die noch zur Schule gingen. Jeder wurde einzeln in dem Raum gerufen und musste das Stück vorspielen. Der Lehrer korrigierte dann die Fehler oder gab Tipps zur Verbesserung.

Auch ich versuchte mein Glück aber nun ja, Talentfrei – sag ich da nur. Zum Schluss spielten dann die ganze Gruppe ein Lied. Jedes Mal wenn ich Keiko zur Sanshin Stunde begleitet habe lag es nur daran dieses Stück am Ende zu hören.

 

Japandiary Tagebuch Okinawa Sanshin Stunde from Katharina Klüber on Vimeo.

 

 

Kapitel 5 – Kendo Training

 

Die nächste tolle und großartige Möglichkeit die sich mir bietet war das Kendo Training. Zusammen mit Tino, der den Sport auch in Deutschland praktiziert, ging ich zum Training.

Mit Bambus Schwertern wird versucht seinen Gegenüber entweder am Kopf, Hand oder Rumpf zu treffen. Damit es nicht Gefährlich wird tragen alle Schutzkleidung. Da wir Beide nur zu Gast waren und keine Schutzkleidung hatten konnten wir nur die Bewegungen üben.

Zuerst wurde aber aufgewärmt und gedehnt. Danach werden die Schläge geübt, bei jeden Schlag wird laut dazu gerufen. Mit diesen Sport kann jeder kinderleicht Stress abbauen.

Da meine Möglichkeiten beschränkt waren und ich im Weg war machte ich den anderen Platz und schaute lieber dabei zu. Das Training ging 2 Stunden lang mit einer kurzen Pause von 15 Minuten.

Tino machte die ganze Zeit über fleißig mit, ich schoss dagegen lieber Fotos mit meinem Handy und nahm noch ein kurzes Video dazu auf. Zum Schluss bedankten wir uns beim Trainer und bei den anderen das wir mitmachen durften.

 

Japandiary Tagebuch Kendo Training Okinawa from Katharina Klüber on Vimeo.

 

Ich verstand mich mit Tino und Hoshimi immer besser und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Wir machten einen kurzen Ausflug in der Nähe und schauten uns Ruinen an oder verbrachten mit Keiko und Seiki den Abend. Zusammen aßen wir auch immer in der Früh.

 

Ruine_Treppe_Natur

Ruine_Mauer_Steine

Frau_Ruine_Mauer_Steine

 

Kapitel 6 – Wandern durch einen Dschungel

 

Eigentlich wollten wir auch alle drei mit auf eine Wandertour gehen. Leider hatten die beiden andere Pläne weswegen ich alleine ging. Organisiert wurde es von einer Bekannten von Keiko, die beiden kannten sich über Airbnb, beide waren Vermieter.

Freitag Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Nago. Nago war eine Stadt im Norden Okinawa. Die Fahrt dauerte ca 2 Stunden und 30 Minuten. Die Wanderung war zwar erst Samstags, da aber die Fahrt so lange dauerte und wir uns alle sehr Früh trafen, beschloss Minako die Nacht in Nago zu verbringen.

Auf dem Weg nach Nago machten wir halt an einen Rastplatz wo wir ihre Freundin Tomoko mitnehmen würden. Ich verstand mich mit allen zwei sehr gut und hatte eine Menge Spaß mit den Beiden.

Bei der Unterkunft angekommen machte ich Bekanntschaft mit Naoto. Minako und Naoto kannten sich auch über Airbnb und er hatte uns seine Unterkunft kostenlos zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Naoto und anderen Gästen verbrachten wir den Abend und aßen Pizza.

Die Wanderung war durch einen Art Dschungel, hätte ich das mal nur vorher gewusst. Da alle davon sprachen das die Wanderung total einfach wäre hatte ich nicht wirklich passende Wanderkleidung dabei. So musste ich in einer dreiviertel Hose, T-Shirt und Turnschuhe durch einen dichten Wald laufen. Ein Wanderweg war auch nicht vorhanden und das nervigste an der ganzen Sache waren diese komischen Gräser die sich an den Klamotten und Schuhen verhangen und total juckten.

Natur_Fluss_Personen

Natur_Wald_Personen

 

Alles war daran aber auch nicht schlecht. An sich war der Weg recht einfach auch wenn wir zum Schluss hin den Berg heraufgeklettert sind. Das Wetter hatte auch gepasst, strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen hatten wir an den Tag. Kurz bevor wir den Berg heraufgeklettert sind hatten wir sogar eine Rast eingelegt und unsere Brotzeit gegessen.

Oben auf dem Berg hatten wir dann eine unglaublich atemberaubende Aussicht über das ganze Tal. Handys wurden gezückt und jeder schoss von der Landschaft und von sich ein Foto. Der Weg nach unten ging recht zügig und ohne besondere Zwischenfälle kamen wir unten an.

 

Natur_Personen

Natur_Pfad_Personen

Fluss_Natur_Wald

Personen_Natur

 

Unten trennte sich dann die ganze Gruppe und alle verschwanden recht schnell. Minako, Tomoko und ich waren einer der Letzten, wo den Rastplatz verließen. Während Minako und Tomoko versuchten das komische Graszeug aus ihren Klamotten zu kriegen, zog ich mich um und spielte derweil mit einer Katze.

 

Katze_Strasse

 

Zum Schluss besuchten wir noch die Schlossruine Nakijin. So gut wie nichts war erhalten dennoch konnte ich die einstige Pracht erahnen. Wir waren schnell durch und auf dem Weg nach Hause hielten wir noch in einem Familienrestaurant an um dort etwas zu essen. Um mich bei ihr zu bedanken bezahlte ich die Rechnung. Zur Verabschiedung umarmte ich Minako nochmal und dankte ihr nochmal von ganzen Herzen für den Tag.

 

Schlossruine_Gras_Mauer

Himmel_Meer_Natur

 

Kapitel 7 – Naha

 

In einer Woche war schon Weihnachten, unvorstellbar für mich. Weihnachten fühlte sich so surreal an. Auf Okinawa spürte man so gut wie nichts davon und bis kurz vor Weihnachten hatte ich mich nicht wirklich dafür interessiert.

Zuvor feierten wir nämlich Tinos Geburtstag. Gemeinsam mit Keiko, Seiki, Minako, einer anderen Tomoko und zwei Gästen. Zum Geburtstag schenkten wir ihm alle einen Geburtstagstorte die hübsch dekoriert wurde. Tino kochte für alle Lasagne dazu gab es eine Avocado Vorspeise und Bruschetta. Es wurde viel Bier und Wein getrunken und bis Mitternacht feierten wir mit ihm.

Am nächsten Tag fuhr ich am Abend mit Keiko nach Naha. Seit ich in Okinawa angekommen war hatte ich bisher nur den Flughafen von Naha gesehen. Das wollte ich unbedingt nachholen. Zu meinem Glück musste Keiko ein paar Dinge in Naha erledigen. Ich schlenderte durch die Shopping Straße Kokusaidori und musste mich beherrschen nichts zu kaufen.

Kokusaidori hatte so gut wie nichts mit Japan zu tun. Alles, egal ob Shops oder Restaurants erinnerten mich an Hawaii. Ich fand sogar einen Shop der Hawaii Hemden verkaufte. Auf Okinawa merkte ich dass der Einfluss der USA immer noch sehr groß ist. Auf ganz Okinawa waren noch Militärstützpunkte verteilt.

Keiko und Ich fuhren noch öfters Abends nach Naha, in dieser Zeit versuchte ich so viel wie Möglich von und rund um Kokusaidori zu sehen.

 

Autos_Strasse_Palmen_Geschäfte

 

Kapitel 8 – Das Schloss Shuri

 

Kurz vor Weihnachten wollte ich unbedingt noch das Schloss von Okinawa sehen. Es stand schließlich auch auf meiner Bucket List, da die Architektur mehr in Richtung chinesisch ging.

Um nicht die ganze Zeit Keiko und Seiki zur Last zu fallen und ich diesmal nicht Fahrrad fahren wollte, beschloss ich mit dem Bus zu fahren. Ich musste zwar Keiko und Seiki fragen welche Linie und Haltestelle, denn Rest aber schaffte ich ohne Probleme selbst.

Der Park war ruhig und gut zum Entspannen, so gut wie kein Tourist war im Park zu sehen. Ich saß eine Weile auf einer der Bänke und genoss die Aussicht die sich mir bot. Nach einer Weile ging ich Richtung Schloss, ich ging an der Mauer entlang und passierte mehrere Tore.

Obwohl das Schloss zur Kriegszeit komplett den Erdboden gleichgemacht wurde, war der Nachbau dennoch beeindruckend und prachtvoll. Das Schloss war komplett in Rot gestrichen und mit asiatischen Ornamenten verziert.

Innen wurden wir durch das ganze Schloss geführt und durften die Räume für die Teezeremonie, Schlafräume und der Audienzsaal sehen. Zum Schluss kaufte ich mir Postkarten. Es wurde endlich mal Zeit einigen Leuten die versprochene Postkarte zu schicken.

 

Häuser_Himmel_Dächer

Mauer_Schloss_Weg

Schloss_Mauer_Weg

Eingangstor_Shureimon_Bäume

Tor

Rot_Holz_Mauer

Ticket_Broschüre_Schloss_Shuri

Rot_Eingangstor_Shuri_Schloss

Schloss_Shuri_Rot

Innen_Flur_Frau_Traditionell

Stuhl_Thron_Ornamente_Raum

 

Da ich nun den Bogen raus hatte mit den Busverbindungen und wusste welchen ich immer nehmen musste. Wollte ich unbedingt in das große Einkaufszentrum AEON Rycom gehen. Die Busfahrt dauerte 1 Stunde und kostete mich 1200 Yen.

Gelohnt hat es sich auf jedenfall, nicht nur das ich eine Lederjacke gefunden hatte die einfach nur noch Traumhaft war, ich hatte auch einen Ghibli Shop gefunden und das tollste Dessert meines Lebens. Da die Mall sehr groß war verbrachte ich den ganzen Tag damit mir die Geschäfte anzuschauen.

 

Shopping_Mall_Palme_Statue

Shop_Geschäft_Ghibli

Restaurant_Essen_Desserts

Eis_Macha_Melonpan

 

Kapitel 9 – Weihnachten

 

Weihnachten war nun da. Die Zeit verging schon wieder so schnell das ich entschied noch einen weiteren Monat in Okinawa zu bleiben. Viel hab ich nämlich noch nicht von der Insel gesehen.

Weihnachten verbrachten wir alle gemeinsam. Ich kochte uns Hackbraten dazu gab es Kartoffelbrei mit Tomatensauce und Salat. Zum Nachtisch gab es den für Japaner typischen Weihnachtskuchen. Jup, richtig gelesen – Weihnachtskuchen.

In Japan wird zwar auch Weihnachten gefeiert hat aber eine ganz andere Bedeutung. Es hat weder was mit Jesus noch Gott zu tun. Weihnachten ist ein Fest für Paare und das einzige besondere an diesem Tag ist der Weihnachtskuchen.

Da trotz allem Weihnachten war schenkte ich allen eine Kleinigkeit. Am Vorabend hatte ich noch schnell Quarkbällchen selber gemacht. Eine gute Alternative zu Kekse da ich keinen Ofen zur Verfügung hatte. Eine Freude hab ich damit allen gemacht und gut schmeckten die Quarkbällchen auch noch und das beim ersten Versuch!

Später kamen dann noch Minako und Tomoko zu uns und gratulierten Hoshimi zum Geburtstag. Etwas perplex wünschte ich ihr auch alles Gute und überreichte ihr nochmal eine kleine Packung von den Quarkbällchen.

Ich unterhielt mich eine Weile mit Tomoko und erfuhr das sie Lehrerin war, wir unterhielten uns noch eine Weile über Deutschland. Der Rest des Abends ging zügig vorbei und kurz vor Mitternacht ging ich zurück in meine Unterkunft.

 

Kapitel 10 – Abschied

 

Die letzte Woche vom Dezember stand nun an. Ich buchte Keiko und Seikis Unterkunft nochmal für 17 Tage. Für den Rest der Zeit wollte ich ein Wochenende im Norden verbringen und bis Ende Januar dann noch in Naha bleiben.

Während ich länger blieb mussten dagegen Tino und Hoshimi weiter reisen. Beide wollten noch ein paar Wochen in Kyoto verbringen. Dort verbrachten sie noch etwas Zeit mit Hoshimis Familie, die dort lebte.

Am Tag vor ihrem Abschied feierten wir noch eine kleine Party. Zu Essen gab es den Eintopf Shabu Shabu. Fleisch und verschiedenes Gemüse, alles wurde zusammen im Topf auf dem Esstisch gekocht. Verrückter Name, geiles Gericht eins der Besten würde ich sagen!

Wir tauschten noch gegenseitig unsere Email Adressen aus und zum Schluss durfte ich noch ihren Totoro knuddeln und ein Foto gemeinsam machen.

Nach dem Frühstück verabschiedeten ich die beiden und wünschte ihnen noch viel Spaß in Kyoto. Das Gefühl nun etwas alleine zu sein konnte ich nicht wirklich abschütteln. Was natürlich etwas albern war, vor allem da ein neuer Gast kam und ich mit ihr sehr viel Zeit verbrachte.

 

Kapitel 11 – Silvester

 

Der neue Gast hieß Yuu und sie kam aus China. Mit ihr verbrachte ich auch das Neue Jahr in einem Schrein.

Zuerst wusste ich aber überhaupt nicht was ich machen sollte an Silvester. Zuerst erkundigte ich mich im Touristenzentrum ob es vielleicht irgendwo eine Veranstaltung mit Feuerwerk und so gab. Viel Auswahl gab es leider nicht nur eine Illumination Show, allerdings war das Problem die öffentlichen Verkehrsmittel. So spät fuhr kein Bus mehr und Taxi war einfach zu Teuer.

Lust hatte ich darauf nicht, als ich also Lustlos noch ein bisschen im Internet schaute, fiel mir ein das auf meiner Bucket Liste etwas mit Silvester drauf stand. Eins der Dinge die ich nämlich unbedingt machen wollte war an einem Schrein Neujahr verbringen.

So ging ich gemeinsam mit Yuu kurz vor Mitternacht zum Schrein und wartete auf das Neue Jahr. Davor gab es noch eine leckere Suppe die traditionell am Tag bevor das neue Jahr beginnt serviert wurde.

 

Nacht_Menschen_Schreintor

Menschen_schreintor

 

Zu zweit gingen wir zum Naminouegu Schrein und wartenden mit vielen anderen darauf um Mitternacht reingelassen zu werden. Ganz traditionell und ganz alleine zählte ich auf Englisch den Countdown runter. 5. 4. 3. 2. 1! Ich umarmte Yuu und wünschte ihr ein Frohes Neues Jahr.

Endlich wurden wir auch eingelassen. Hier entstand regelrecht ein Kampf darum wer zuerst am Schrein ankommt. Yuu und ich kämpften uns durch die Menge und waren recht schnell am Schrein.

Wie alle anderen warf ich eine 5 Yen Münze in die Holzbox, Verbeugte mich zweimal, klatschte zwei Mal in die Hände und betete, danach Verbeugte ich mich nochmal und machte der nächsten Welle platz.

Gemeinsam mit Yuu gingen wir zu einen der Schrein Dienerin um einen Talisman für Keiko und Seiki zu kaufen. Wir wählten Gesundheit aus und kauften uns dann noch zwei Wunschtafeln. Unseren Wunsch aufgeschrieben hängten wir die Tafeln an den vorgesehenen Platz.

– Das Gebet war für die Gesundheit meiner Familie und Freunden und mein Wunsch war das Jahr komplett zu schaffen und vieles zu Erleben.-

Wir schlenderten noch durch den Schreinplatz und schauten uns die Essensstände an und dann mussten wir auch schon zurück, da Seiki uns um 01:00 Uhr abholen wollte. Daheim überreichten wir den Beiden den Talisman und wünschten ein Frohes Neues Jahr.

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