Tagebuch Working Holiday Januar 2017 – Okinawa

Boot_Insel_Meer_Okinawa

Okinawa Januar

 

Kapitel 1 – Strand, Sonne und Meer

 

Das neue Jahr startete nun endlich. 3 Monate war ich nun schon in Japan und in dieser kurzen Zeit hatte ich schon unendlich viele Menschen getroffen, die Unterschiedlicher nicht sein konnten.

Immer noch in Okinawa, genauer gesagt immer noch bei Keiko und Seiki verbrachte ich dort bis zum 16. Januar. Danach ging es nach für ein paar Tage nach Hamahiga-jima und dann wieder zurück nach Naha.

Da ich rund um Nanjo schon alles gesehen habe und von Naha nur die Kokusaidori Straße kannte. Wollte ich an einen Tag mal ein bisschen den Naminoue Strand und noch einmal den Naminoue Schrein sehen.

Nach einer Weile und nach dem ich den Schrein und alles drum herum erkundigt hatte, machte ich noch einen kleinen Abstecher bei der Kokusaidori Straße.

 

Beach_Strand_Fels_Niminoue

Brücke_Meer_Beach_Strand

Stände_Menschen

Stände_Menschen_Schreintor

 

Da die Straße mehr Leute Abends anzog war unter Tags so gut wie nichts los. Während ich die Straße entlang lief und meinen Macha Tee Latte trank fuhr an mir ein Go Kart mit Mario drin vorbei. Es folgten Luigi, Bowser und Peach. Warte was? Hab ich gerade richtig gesehen?

Bevor ich überhaupt meine Kamera zücken konnte und ein Foto von Yoshi, Todd und den anderen zu machen waren alle auch schon um die Ecke verschwunden. Anscheinend gab es hier ein Go Kart Rennen, bei dem man sich wie in Mario Kart anziehen kann. Tolle Idee sag ich da nur! Am liebsten hätte ich mitgemacht.

 

Geschäft_Souvenir_Figuren

Geschäft_Shop_Figuren_Kokusaidori

Straße_Bus_Kokusaidori_Statue

 

 

Nachmittags holte mich Keiko ab und wir fuhren gemeinsam nach Hause. Unterwegs redete ich mit ihr über meinen kommenden Geburtstag und das ich ihn gerne mit ihnen verbringen würde.

Bevor Yuu uns am nächsten Tag verlassen musste, wollten wir alle mit ihr zur Illumination Show gehen, die immer noch satt fand. Die Illumination war zwar etwas kitschig trotzdem hatte ich mit Yuu, Keiko und Seiki viel Spaß.

 

Lichter_Tunnel

Lichter_Personen

 

 

Zeitgleich, nachdem Yuu zurück nach China flog, kam ein neuer Gast, oder eher alter Gast. Sato studierte in Thailand flog aber jedes Jahr nach Okinawa für die Uni. Keiko, Seiki und Sato waren alte Bekannte.

Da wir beide uns gut verstanden, nahm er mich ab und zu mit in die Stadt.

 

Kapitel 2 – Mein Geburtstag

 

Zu meinem Geburtstag wollte ich natürlich etwas typisch deutsches Kochen. Was gar nicht so einfach war. Ich überlegte eine Weile herum, was ich kochen könnte. Pfannkuchen wollte ich nicht schon wieder machen, seit ich hier war hatte ich unendlich viele Pfannkuchen gekocht.

Nach Langem überlegen und planlosen vor-dem-Regal-stehen entschied ich mich Käsespätzle selber zu machen. Für den Teig konnte ich alles problemlos kaufen und Käse gab es auch. Mit genügend Kreativität schaffte ich es dann auch ohne Hobelgerät die Spätzle die richtige Form zu geben. Ich kaufte noch Salat dazu und ein paar Zutaten für ein Dessert.

Für meinen Geburtstag hatte ich eigentlich nichts weiter geplant. Nur Abends mit Keiko, Seiki und Sato. Total überraschend änderte sich aber mein Plan als zwei Bekannte von Seiki ihm kurz besuchen kamen. Da die beiden etwas im Norden Okinawas zu tun hatten und dort das Churaumi Aquarium war wo ich unbedingt sehen wollte. Nahmen sie mich mit.

So fuhren wir an meinen Geburtstag um 10 Uhr los. Die Fahrt dauerte 1 Stunde und 30 Minuten, wir machten noch einen kurzen Zwischenstopp bei einen Bäcker, zum Geburtstag bekam ich das Essen bezahlt. Sie luden mich bei dem Aquarium ab und rasten zu ihrem eigentlichen Ziel.

Ich hatte nun 2 Stunden Zeit mir das Aquarium anzuschauen. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Zoos oder Aquarium und von Fischen. Da es aber ziemlich berühmt war, wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen. Abgesehen von den Schildkröten konnte ich mich nicht wirklich für die Meerestiere erwärmen.

 

Hand_Boden_Stein_Flyer_Aquarium

Unterwasser_Fische_Meerestiere_Aquarium

Aquarium_Fische_Meerestiere_Personen

Wasser_Schildkröte

 

 

Trotz allem war das Aquarium groß und für Familien die Fische mögen bestimmt sehenswert. Da ich sehr schnell durch war, schlug ich den Rest der Zeit im Kino tot. Es lief eine langweilige Doku über Meerestiere.

Beim Nachhauseweg machten wir noch einen Zwischenstopp in einem Dorf berühmt für Keramikherstellung. Um 17 Uhr waren wir wieder bei Keiko und Seiki, ich lud sie noch dazu ein mit rein zukommen und zusammen meinen Geburtstag zu feiern, leider lehnten die beiden ab. Ich bedankte mich für die Fahrt und wünschte beiden einen schönen Tag.

Da ich allen gesagt habe das es Abendessen um 18 Uhr gab, musste ich mich nun beeilen und das Essen endlich kochen. Keiko half mir ein bisschen, sie hatte vor allem Spaß die Spätzle zu kochen. Die Hektik war aber völlig umsonst da alle etwas zu spät kamen.

Das Essen schmeckte allen gut und nichts blieb übrig. Später kam sogar noch Tomoko zu Besuch. Gemeinsam aßen wir mit ihr die Snoopy Torte, die ich von allen gekriegt habe. Ich hatte extra betont das ich keine Torte zu Geburtstag wollte aber bekommen habe ich trotzdem eine.

 

Kuchen_Geburtstagtorte_Snoopytorte

 

 

Ich unterhielt mich wieder mit Tomoko über Deutschland und das eine Schülerin von ihr einen Schüleraustausch machen will. Tomoko fragte mich ob es mir was ausmachen würde mich mit ihr und ihrer Schülerin zu treffen und über Deutschland zu sprechen. Da ich kein Problem damit hatte, tauschten wir unsere Line Kontakte aus.

Zum Schluss zeigte uns Tomoko sogar noch einen Flyer über eine Live Show, die Ende des Monats stattfinden würde. Da ich dort unbedingt hin wollte, schenkte mir Keiko und Seiki das Ticket zum Geburtstag. Einfach nur noch großzügig! Die Freundlichkeit der Japaner ist unglaublich, ich konnte mich gar nicht genug Bedanken.

Den Rest des Abends skypte ich mit meiner Familie, die ich wirklich schmerzlich vermisste!

 

Kapitel 3 – Unterkunftssuche!

 

Da meine Zeit bei Keiko und Seiki sich zum Ende hin nähert. War es endlich Zeit die Unterkünfte für Hamahiga-jima und Naha zu buchen.

Was ich auch noch unbedingt tun musste war meinen Führerschein zu übersetzen und ein Auto für die Zeit in Hamahiga-jima buchen.

Eine Unterkunft in Hamahiga-jima fand ich über Airbnb. Es war eine kleine Hütte ohne Strom, fließend Wasser etc. Ganz schön aufregend, dafür war es direkt am Meer und drum herum Natur pur. Da ich nur vor hatte 3 Tage dort zu verbringen und es mal ein kleines Abenteuer war buchte ich es.

Als nächstes kam die Unterkunft in Naha. Hier überlegte ich wirklich lange und suchte eine ganze Weile. Vielversprechend sah es zwar nicht gerade aus aber ich wollte dort auch nur 10 Tage verbringen.

Um nach Hamahiga-jima zu gelangen wollte ich diesmal ein Auto mieten. Da ich nicht wusste was ich alles beachten muss, half mir Seiki dabei. Dank ihn fand ich ein Schnäppchen, für 3 Tage ca. 70€. Jetzt musste ich nur noch meinen Führerschein übersetzten lassen und dann war alles geklärt.

Auch hierbei half mir Seiki, er fuhr mich nicht nur sondern klärte alles auf Japanisch ab, so konnte ich den übersetzten Führerschein gleich nach 2 Stunden mitnehmen. In der Zwischenzeit fuhren wir zu den beiden, wo mich an meinem Geburtstag zum Aquarium gefahren hatten.

Seiki wollte ihnen mit dem Herstellen eines Ofen helfen und da ich auch dabei war half ich auch mit. Die Angelegenheit war ziemlich matschig und schmutzig. Dennoch hatte ich die Gelegenheit ein bisschen Japanisch zu sprechen.

 

Kapitel 4 – Hamahiga-jima

 

Die Papierkram war erledigt nun konnte es ab nach Hamahiga-jima gehen. Ich verabschiedete mich von Keiko, da es aber noch kein endgültiger Abschied war und wir uns wieder treffen würden, gab es nur ein kurzes Tschüss. Seiki begleitete mich zur Autovermietungsstelle und klärte alles ab, ich verabschiedete mich dort von ihm.

 

Auto_Parkplatz_weiß

 

Etwas Aufgeregt zum ersten Mal mit einen Automatik zu fahren war ich schon. Allerdings gewöhnte ich mich so schnell daran und der Linksverkehr war auch kein Problem. Das Einzige was gewöhnungsbedürftig war, war dass der Blinker und der Scheibenwischer vertauscht waren. Jedes Mal beim abbiegen aktivierte ich die dummen Scheibenwischer.

Die Fahrt nach Hamahiga-jima dauerte 2 Stunden, da ich die Mautstraßen mied. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen taten dann auch noch den Rest. Es ging mir ganz schön auf den Nerv in der Stadt mit 40 oder nur 30 kmh zu fahren und auf  Landstraßen nur 60 kmh. Immer daran gehalten hab ich mich natürlich nicht, da aber die Japaner so folgsam in dieser Hinsicht waren, tuckerte ich oft hinter ihnen her.

Da der Check-In erst um 18 Uhr war musste ich solange warten. Zuerst besuchte ich eine Mall in der ich zu Mittag aß, danach ging es zur Katsuren Ruine und den Rest der Zeit verbrachte ich am Strand.

 

Meer_brücke_Wolken

Ruine_Schloss_Katsurenhiga

Aussicht_Himmel_Ruine_Katsurenhiga

 

Die Familie wo das Haus an mich vermietet hat, zeigte und erklärte mir alles. Der beste Part an dem Haus, obwohl es kein Strom, Wasser etc. gab, war die art Badewanne? Wirklich gut beschreiben kann ich es nicht. Platz war nur für eine Person und selbst dann musste ich mich zusammen kauern.

Wegen dem fehlenden Strom und Wasser musste die kleine Badewanne mit Regenwasser gefüllt werden und mit Feuer wird das Wasser erhitzt. Mehr dazu aber weiter unten, das hob ich mir nämlich für den nächsten Tag auf.

 

Hütte_Holz_Bäume

Hütte_Gegenstände_Einrichtung

Hütte_Einrichtung_Holz

Terrasse_Stühle_Tisch_Campingfeuer

 

Nachdem die Familie mir alles gezeigt und mir noch ein paar Lampen zur Verfügung gestellt hatten, machten sie sich auf dem Rückweg. So war ich ganz allein und die Sonne ging langsam unter. Etwas Langweilig war mir schon und ich wusste nicht so wirklich was ich nun machen sollte. Nach ewigen überlegen, beschloss ich auf Meinen Kindle, für den Rest des Abends, ein Buch zu lesen.

Am nächsten Tag stand ich früh auf, aß noch schnell zwei Onigirs und machte mich auf den Weg. Auf meiner Tagesordnung standen heute Strände und ein kleiner Tempel an. Der kleine Tempel war gleich um die Ecke von meiner Unterkunft.

Viel zu bieten hatte die Insel nicht und da es zu kalt für mich war am Strand abzuhängen, fuhr ich durch die Gegend bis zum Abend. Als ich dann wieder in der Unterkunft war, bat ich meine Vermieterin mir mit der Badewanne zu helfen. Zusammen entfachten wir das Feuer und füllten die kleine Wanne mit Wasser. Da es ziemlich lange brauchte, war alles erst nach Sonnenuntergang bereit. So konnte ich mein Bad nachts mit Blick auf die Sterne genießen.

 

Tori_Schreintor_Natur_Dschungel

Boot_Meer_Insel

Brücke_Straße

Strand_Meer_Steine_Seetang

 

 

Die erste Nacht konnte ich wunderbar schlafen, doch diesmal war der Wind so stark das er die ganze Zeit gegen die Bretter donnerte. Was mich ziemlich lange daran hinderte zu schlafen.

Irgendwann übermannte mich dann doch der Schlaf aber nur für ein paar Stunden. Um 6 Uhr morgens war ich schon wieder wach und machte mich zum Aufbruch bereit. Da ich noch geplant hatte mich mit Naoto zu treffen wollte ich sowieso früh losfahren so passte eins zum anderen.

Naoto wollte mir noch in Nago ein paar Orte zeigen, ich war eine Art Testperson für seine zukünftigen Gäste. Ausgemacht hat es mir nicht da ich so eine kostenlose Tour gekriegt habe. Begleitet wurden wir dann noch von zwei Freunden von ihm.

Zuerst fuhren wir zu einen geheimen Strand und kletterten an einer kleinen Klippe rauf. Als nächstes kauften wir uns Bentoboxen und fuhren einen Berg rauf, oben angekommen aßen wir mit tollem Ausblick unser Mittagessen. Wir schauten uns dann noch ein Wohngebiet, um die Häuser herum waren eng an eng hohe Bäume gepflanzt. Grund war das die Bäume Schutz vor Taifune gaben.

Zum Schluss gab es wieder einen versteckten Strand mit hohen Kliffs. Der Weg musste ich mit meinem eigenen Auto fahren und hier passierte mir Leider ein kleines Malheur. Da Straßen in Japan verdammt eng sind – mit eng mein ich wo eigentlich nur ein Auto platz hat – und trotzdem zweispurig befahren wird. Muss man manchmal super langsam und vorsichtig fahren.

Keine Sorge – ich habe kein Auto angefahren.

Nein ganz im Gegenteil, ich steckte mit meinem Auto fest. Super Sache! Das Problem war aber schnell gelöst, dank einem freundlichen Japaner. Trotzdem hätte ich darauf verzichten können.

Da alles länger gedauert hatte als erwartet musste ich nach dem letzten Strand mich schnell von allen Verabschieden. Wie eine verrückte nach Naha fahren um das Auto rechtzeitig zur Autovermietungsstelle zu bringen.

Nun musste ich nur noch in meine neue Unterkunft einchecken.

 

 

 

Kapitel 5 – Dies & Das

 

Machen wir da weiter wo ich im vorherigen Kapitel aufgehört habe. Ich musste in meine neue Unterkunft einchecken. Den Weg dahin musste ich mit der Monorail fahren und dann noch 20 Minuten laufen.

Das Haus hatte ich ohne Probleme gefunden, bloß war ich total müde und dachte ich hätte mich verlaufen. Wie mir zum Heulen war, glaubt mir. Es war Dunkel, das Gepäck schwer und ich war müde. Ich riss mich aber zusammen und rufte den Vermieter an.

Mit ihm machte ich aus in der Nähe eines Supermarktes zu warten, jemand wird kommen und mich abholen. Nach ein paar Minuten kam sie auch schon und half mir beim tragen meines Gepäcks. Endlich in der Unterkunft zeigte sie mir noch schnell alles. Ich aß noch schnell eine Instant Suppe und dann viel ich einfach nur noch in mein Bett.

In den nächsten paar Tagen machte ich nichts besonderes – mal wieder. Ich bewarb ich in Hiroshima für ein Hostel, dort wollte ich für freie Unterkunft 6 Wochen arbeiten. Um nach Hiroshima zu kommen musste ich einen Flug nach Osaka buchen und dann mit dem Nachtbus nach Hiroshima fahren. Beides buchte ich sofort.

Zufällig fand ich auch ein Stellenangebot für den One Piece Tower in Tokyo. Da ich ja ein riesengroßer Fan von One Piece bin, bewarb ich mich einfach nur spaßeshalber dort. Da ich keinen Funken japanisch konnte, schrieb ich das auch in das Formular rein auch das ich nur für einen Monat dort arbeiten würde.

Damit gerechnet für ein Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden hatte ich nicht. Völlig überrascht war ich natürlich und wusste gar nicht was ich machen sollte. Um den Termin überhaupt auszumachen musste ich dort anrufen. Was natürlich blöd ist, da ich keine SIM-Karte hatte und nicht japanisch konnte.

Um mir etwas Zeit zu verschaffen und auf Carinas Rat – die freundlicherweise die E-Mail für mich übersetzt hatte – schrieb ich per Email zurück das Zurzeit mein Handy nicht ging aber sobald es wieder funktioniert ich anrufen würde.

So hatte ich zumindest etwas Zeit zu überlegen was ich bis dahin tun würde. Ende des Monats rufte ich dann per Telefonskype dort an und machte einen Termin im April aus – alles in Englisch. Geplant war das ich im Juni dort für einen Monat dort arbeiten würde.

Da ich mit Tomoko ausgemacht hatte nach meinen Hamahiga-jima Aufenthalt mich mit ihr und ihrer Schülerin zu treffen. Verabredeten wir uns in der Nähe meiner Unterkunft im Starbucks. Zuvor traf ich mich allerdings für kurze Zeit mit Keiko und quatschte noch ein bisschen mit ihr.

Tomoko’s Schülerin wollte für ein Jahr nach Deutschland und wolte sich nun dementsprechend darüber informieren. Da ich keine Probleme hatte einfach nur zu quatschen, beantwortete ich all ihre Fragen und wir machten sogar noch ein Treffen aus.

Ich half ihr so gut es geht und informierte mich auch für sie über freiwilligen Arbeit für Schüler und über vieles anderes. Wir tauschten noch unsere Line Kontakte aus, ich verabschiedete mich von ihr und wünschte ihr alles Gute.

 

Kapitel 6 – Die Live Show

 

Zum Geburtstag hatte ich von Keiko und Seiki zum Geburtstag ein Ticket für eine Live Show in Naha geschenkt bekommen. Begleitet wurde ich von Tomoko, Keiko, Seiki und ein neuer Gast von den beiden.

Das war einer der besten Tage die ich je hatte. Es wurden über 15 Stücke aufgeführt und alle erzählten einen Teil der Geschichte von Okinawa. Grelle Lichter, laute Musik dazu ein Mix aus traditionell und modern.

 

 

An diesem Tag war ich so überdreht das ich vor lauter Adrenalin nicht mehr sitzen konnte. Am besten gefiel mir das Stück mit den Trommeln und der Tanz mit den Fächern.

 

 

Wir aßen zum Schluss dann noch in einem Curry Restaurant. Da sich meine Zeit bald dem Ende auf Okinawa näherte, wollte ich nochmal etwas mit Keiko und Seiki machen. Ich lud beide nochmal an meinem vorletzten Tag zum Essen ein.

 

 

Mit Tomoko machte ich auch noch zwei Mal ein treffen aus. Das erste Mal gingen wir Abendessen und ich hatte das beste Kare Udon in meinem Leben. Danach zeigte sie mir nochmal die Kokusaidori Straße und erzählte mir ein bisschen etwas über Naha.

 

Gericht_Essen_KareUdon

 

Kapitel 7 – Japanischer Garten vs. Chinesischer Garten

 

Ich traf mich ein weiteres Mal mit Tomoko. Diesmal besuchten wir einen japanischen Garten und danach einen chinesischen Garten.

Beide Gärten waren schön und interessant aber hätten nicht unterschiedlicher sein können. Der Japanische war einfach und schlicht, weder laut noch zu pompös.

Der Chinesische dagegen war reich verziert und der Wasserfall plätscherte fröhlich und laut vor sich hin.

Ich bevorzugte den Japanischen auch wenn der Chinesische schön anzusehen war aber entspannen und die Natur genießen konnte man besser im japanischen Garten.

Nach den beiden Gärten gingen wir noch in einen Restaurant wo es chinesisch und japanisch gab. Zum Dank und trotz Protest ihrerseits bezahlte ich die Rechnung. Auf dem Nachhauseweg machten wir noch ein kleinen Zwischenstopp beim Hafen und bewunderten die Aussicht. Ich bedankte mich für alles bei ihr und verabschiedete mich von ihr.

 

Haus_Garten_Holz

Garten_See_Chinesisch

Boot_Nacht_Hafen

 

Kapitel 8 – Abschied von Keiko und Seiki

 

Am vorletzte Tag hatte ich mich mit Keiko und Seiki verabredetet. Mittagessen wollten wir in einem indischen Curry Restaurant. Zuvor besuchten wir aber noch ein Feld voll mit Blumen. Dort durfte jeder kostenlos die Blumen pflücken und mit nach Hause nehmen.

Im Restaurant erzählte ich beiden noch über meine Pläne in nächster Zeit und auch das ich meine momentane Unterkunft einfach nicht leiden konnte. Sauberkeit wurde dort nämlich nicht beachtet. Ich bereute es wirklich nicht mehr bei Keiko und Seiki zu sein.

Der Grund warum ich nicht doch länger geblieben war, war das ich befürchtete den beiden auf die Nerven zu gehen und um ganz ehrlich zu sein, ihre Großzügigkeit irgendwann ausnutzen würde. Was natürlich nicht der Fall war aber ich wollte auch einfach nochmal im Zentrum sein.

Nachmittags verabschiedete ich mich von beiden herzlich und ich wusste jetzt schon das ich Okinawa und vor allem Keiko und Seiki von ganzen Herzen vermissen würde.

 

Blumenwiese_Cosmo

Blumenwiese_Cosmo

 

Für den Rest des Tages packte ich meine Sachen zusammen und verwünschte mal wieder meinen schweren Rucksack.

Mit meinen zwei Rucksäcken und einer Tasche lief ich wieder 20 Minuten zur Monorail. Unterwegs verlor ich meine Ponschodecke die einfach nur auf meiner Tasche drauf lag – Dumm, ich weiß. Es war aber verdammt zu heiß die Ponschodecke zu tragen und wegen Platzmangel passte sie nicht mehr in meinen Rucksack. Es war auch viel zu mühevoll den ganzen Weg zurück zugehen und Zeit hatte ich auch nicht. In Osaka hab ich das dann natürlich sofort bereut.

Der Flug nach Osaka war die reinste Katastrophe. Mal wieder mit Verspätung musste ich stundenlang im Flughafen von Naha warten. Mein Bus war zum Glück ein Nachtbus und würde erst um 23:00 Uhr losfahren. Das heißt ich hatte genug Zeit aber das Personal konnte nicht mal sagen wie lange die Verspätung dauern würde.

Um 20:00 Uhr bin ich dann endlich bei dem Busterminal angekommen. Am Ende des Tages war ich dann einfach nur noch unendlich froh mich hinzuhocken etwas zu essen und dann nur noch darauf zu warten das der Bus abfährt.

Osaka war noch ziemlich kalt und ich hatte überhaupt keine Wintersachen mitgenommen. Das konnte ja was werden, in Hiroshima war es sicher auch noch kalt und ich hatte nichts warmes mit mir. Meine Ponschodecke hatte ich ja verloren. Mir blieb nichts anderes übrig als in Hiroshima wenigstens einen Pulli zu kaufen und vielleicht noch einen Schal.

Die Fahrt mit dem Nachtbus verbrachte ich Gott sei Dank schlafend, zwar ein leichter Schlaf aber immerhin besser als gar nicht. Am nächsten Tag kam ich schon um 8:00 Uhr morgens im Hostel an. Ab Morgen würde ich für 6 Wochen im Santiago Guesthouse in Hiroshima arbeiten.

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4 thoughts on “Tagebuch Working Holiday Januar 2017 – Okinawa”

  • Hast du eigentlich den Job im One Piece Tower bekommen? Mich würde total interessieren, wie die Reise für dich weiterging! Kommen vielleicht noch mehr Blogposts? 😉

    • Nein leider nicht! Da ich höchstens nur 1 oder 2 Monate dort arbeiten wollte und One Piece Tower jemand gesucht hat der mindestens ein halbes Jahr dort arbeiten sollte. Hab ich den Job nicht angenommen… bzw. wir kamen überein das es besser ist nicht mich einzustellen. 🙂 Trotzdem war das Bewerbungsgespräch ein tolles Erlebnis und eine tolle Erfahrung! Ich arbeite auch ganz sicher an mehr Blogspots! Danke für deinen Kommentar. 😀

  • Hey! Als ich gerade wieder in Gedanken in Japan war, ist mir plötzlich dein Blog wieder eingefallen, den ich damals vor meiner Reise gelesen habe 🙂

    Ich wollte einfach mal fragen wie du so deine Reise überstanden hast? Die Fotos hier sind super! *_*
    Gott ich vermisse die Zeit wahnsinnig 😮 Und gruselig wieviele Orte ich auf deinen Fotos wiedererkannt habe, ein Wunder, dass wir uns nicht über den Weg gelaufen sind 😀

    Viele Grüße 🙂

    • Hey! Danke das du an meinen Blog gedacht hast vor allem da ich so selten etwas schreibe!

      Meine Japan Reise war einfach großartig und richtig toll! Ich hab so viel erlebt und gesehen. 😀
      Leider hab ich nicht alles auf meine Bucketlist geschafft aber nächstes Jahr geht es wieder los!
      Es wäre sicher toll gewesen wenn wir uns begegnet wären! 🙂

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