Matsushiro ist ein faszinierender Stadtteil Naganos mit einer reichen Geschichte rund um den Samurai-Clan Sanada. Selbst heute ist es noch möglich, einen Einblick in die Vergangenheit zu bekommen: Viele der damaligen Häuser werden von den Bewohnern liebevoll gepflegt oder restauriert und sind für Besucher frei zugänglich.
Schon am Anfang meiner Erkundungstour wusste ich, dass mich Naganos geheimer Ort vollkommen faszinieren würde, und ich hätte am liebsten noch einen weiteren Tag hier verbracht. Welche Sehenswürdigkeiten in Matsushiro in Nagano besonders zu empfehlen sind und was die Stadt so besonders macht, erfährst du in diesem Blogbeitrag.
Überblick: Was du über Matsushiro wissen musst
🏯 Matsushiro war während der Edo-Zeit (17. bis 19. Jahrhundert) ein Machtzentrum des Samurai-Clans Sanada.
🌸 Die beste Reisezeit ist der Frühling zur Kirschblütenzeit – das Burggelände ist dafür der schönste Platz.
🚶 Die Sehenswürdigkeiten liegen eng beieinander, Matsushiro lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden.
♨️ Matsushiro hat ein eigenes Onsen mit eisenhaltigem, rostbraunem Wasser.
🕳️ Unter der Stadt liegt ein original erhaltener unterirdischer Tunnelkomplex aus dem Zweiten Weltkrieg.
🗓️ 1966 wurde Matsushiro als Stadtteil in die Stadt Nagano eingemeindet.
Wie viel Zeit solltest du für Matsushiro einplanen?
Matsushiro eignet sich gut für einen Halbtagesausflug, wenn du dich auf die Hauptsehenswürdigkeiten (Burg, ein bis zwei Residenzen, Chokokuji-Tempel) konzentrierst. Möchtest du zusätzlich die Bunbu-Schule, den Untergrund-Tunnel und mehrere Schreine besuchen, plane besser einen vollen Tag ein, so wie ich es am Ende auch gemacht habe.
Da Matsushiro ein Stadtteil von Nagano ist, solltest du insgesamt 2–3 Tage dort verbringen.
Mein Tagesablauf für einen perfekten Tag in Matsushiro?
Damit du dir den Tag besser vorstellen kannst, hier meine empfohlene Route:
- 09:00 Uhr – Burg Matsushiro: Direkt zur Öffnung da sein, dann hast du die Ruinen und die Parkanlage noch fast für dich allein.
- 09:45 Uhr – Chokokuji-Tempel: Der Familientempel der Sanada und einer meiner Höhepunkte in Matsushiro – nimm dir Zeit für die geführte Tour.
- 11:00 Uhr – Samurai-Residenzen im Rundgang: Sanada-Residenz, Higuchi-Residenz (mein persönlicher Favorit) und das Shirai-Tor liegen alle nur einen Steinwurf voneinander entfernt.
- 12:15 Uhr – Mittagessen bei Mensho Zozanya: Perfektes Timing, das Restaurant öffnet um 11:30 Uhr – probier die Miso-Ramen oder die berühmten Tamari Black Ramen.
- 13:30 Uhr – Matsushiro Bunbu-Schule: Dojos besichtigen und, falls du vorher reserviert hast, selbst Bogenschießen oder eine Schießübung ausprobieren.
- 14:45 Uhr – Süßspeisen-Pause bei Chikufudo: Direkt am Burggelände, ideal für Kuri-An-Shiruko oder Kuri-Anmitsu zwischendurch.
- 15:15 Uhr – Matsushiro Untergrund-Hauptquartier: Achtung, letzter Einlass ist bereits um 15:30 Uhr – nicht zu spät kommen!
- 16:15 Uhr – Zozan-Schrein & Yamadera-Jōzan-Residenz: Zwei ruhige Orte für den späten Nachmittag.
- 17:00 Uhr – Takeyama-Zuigo-Inari-Schrein: Steig zum versteckten Schrein hinauf und genieße den Ausblick über Matsushiro, besonders schön zur beginnenden Abenddämmerung.
- 18:00 Uhr – Onsen „Ōgon no Yu“ im Matsushiro-sō: Lass den Tag entspannt im Onsen ausklingen, geöffnet bis 22:00 Uhr.
Anreise Matsushiro
Matsushiro liegt nur 12 km südlich vom Stadtzentrum Nagano. Am besten fährst du zunächst mit dem Zug zur Nagano-Station und nimmst von dort den lokalen Bus.
🚃 Von Tokio aus
Nagano Station und Tokio Station sind mit dem Shinkansen JR Hokuriku-Shinkansen miteinander verbunden. Den Bahnhof erreichst du dann in nur etwa 100 Minuten. Das Ticket für eine einfache Fahrt mit reserviertem Sitzplatz kostet ungefähr 8.450 Yen. Übrigens kann der Zug auch mit dem JR-Pass genutzt werden.
Sobald du in Nagano angekommen bist, nimmst du den lokalen Bus Nr. 30 Richtung Matsushiro High School und steigst dann an der dortigen Station aus. Die einfache Fahrt mit dem Bus kostet 660 Yen. Der Bus fährt in regelmäßigen Abständen von 30 Minuten.
🚃 Von Nagoya aus
Auch Nagano Station und Nagoya Station sind mit dem Limited-Express-Zug JR Shinano verbunden. Der Limited-Express-Zug fährt stündlich einmal, und du erreichst die Stadt in etwa 180 Minuten. Das Ticket für eine einfache Fahrt mit reserviertem Sitzplatz kostet ungefähr 7.460 Yen. Auch hier kannst du den JR-Pass nutzen.
In Nagano angekommen, nimmst du dann den lokalen Bus Nr. 30 Richtung Matsushiro High School und steigst dann in Matsushiro Station aus. Die einfache Fahrt mit dem Bus kostet 660 Yen. Der Bus fährt in regelmäßigen Abständen von 30 Minuten.
💡 Mein Tipp: Da viele Sehenswürdigkeiten eng beieinanderliegen, lässt sich Matsushiro nach der Anreise wunderbar zu Fuß erkunden. Ein Mietfahrrad oder ein weiterer Bus ist meist nicht nötig.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Matsushiro
Burg Matsushiro
Die Burg wurde im Jahr 1560 von Takeda Shingen erbaut und war damals unter dem Namen Kaizu-jō bekannt. Im Jahr 1622 kam dann der Sanada-Clan an die Macht und änderte den Namen der Burg auf Matsushiro.
Auch wenn von der ehemaligen Burg nur noch gut erhaltene Ruinen übrig sind, ist es trotzdem ein wunderschöner Ort, umgeben von einer tollen Parkanlage für Spaziergänger. Besonders zur Kirschblütenzeit ist die Burg ein beliebter Platz für die Bewohner, um die Kirschblüten zu betrachten, die die ganze Burg umgeben.
Ich war im Sommer in Matsushiro, die Kirschblütensaison war also bereits vorbei. Trotzdem war ich von der Burg überhaupt nicht enttäuscht, da die Ruine auch im Sommer so einen faszinierenden Charme besitzt.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Chokokuji-Tempel
Der Chokokuji-Tempel ist wohl der bedeutendste Tempel in Matsushiro, da er der Familientempel der Sanada ist. Alle damaligen Lords des Sanada-Clans wurden hier beerdigt und es gibt sogar die Möglichkeit, die Mausoleen zu sehen.
Von allen Tempeln, die ich bis jetzt gesehen habe, hat mir dieser am besten gefallen. Obwohl der Tempel von außen her nicht viel hermacht, ist die geführte Tour eines meiner besten Erlebnisse gewesen. Trotz seiner mangelnden Englischkenntnisse gab der Tempeldiener sein Bestes, um mir alles über die Geschichte zu erzählen.
Ich hatte das Glück, nämlich auch das Innere der Mausoleen zu sehen, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Aber alle 10 Jahre (also das nächste Mal wieder 2033) dürfen Besucher das Innere sehen und bewundern.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–16:00 Uhr
Öffnungszeiten
Mittwoch
Geschlossene Tage
¥ 300 + 500 Yen für das Innere
Eintritt
Ehemalige Sanada-Residenz
Die ehemalige Sanada-Residenz wurde vom 9. Lord, Yukinori Sanada, in der späten Edo-Zeit als Rückzugsort für seine Mutter erbaut. Nach der Meiji-Restauration wurde die Residenz als Privatwohnsitz für die Familie genutzt. 1966 wurden das Haus und die Familienschätze der Sanadas an die Stadt übertragen.
Die Residenz ist im Vergleich zu den anderen Residenzen von Matsushiro die größte und beeindruckendste, aber persönlich war es nicht mein Favorit. Dennoch war es eine tolle Erfahrung, durch das Haus eines ehemaligen Samurai zu gehen.
💡 Mein Tipp: Für mehrere Sanada-Einrichtungen (Schatzmuseum, Residenz, Bunbu-Schule) soll es ein Kombiticket für ca. 1.100 Yen geben. Das kann sich für dich lohnen, wenn du mehrere Orte besuchst.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ 400 Yen
Eintritt
Ehemalige Higuchi-Residenz
Nur einen Steinwurf von der Sanada-Residenz entfernt befindet sich die ehemalige Residenz der Higuchi-Familie. Durch das eindrucksvolle Strohdach fällt das Haus besonders auf und hat mir von allen Residenzen am meisten gefallen.
Das Haus ist seit 2010 kostenlos zugänglich, und genau wie bei der Sanada-Residenz lernst du hier den Alltag einer hochrangigen Samurai-Familie kennen. Die Residenz ist zwar wesentlich kleiner als die anderen Gebäude, aber dafür umso schöner und der Garten ist ein fantastischer Ort, um die Natur zu genießen.
Besucherinfos
Apr. bis Okt. 9:00–17:00 Uhr
Nov. bis März 9:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
29.12 bis 03.01.
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Matsushiro Bunbu-Schule
Gegründet wurde die damalige Militärschule ungefähr um 1855 von der Sanada-Familie und sie war ein Vorreiter der zeitgenössischen japanischen Schulen. Der Familie war es wichtig, einen Ort für Gelehrsamkeit als auch für Kampfkünste zu erschaffen.
Gelehrt wurden hier traditionelle Literatur, westliche Technologie sowie verschiedene Kampfkünste. Heute kannst du die verschiedenen Dojos besichtigen, alles darüber lernen und manche Aktivitäten selbst ausprobieren.
In einem der Dojos hatte ich die Möglichkeit, mit einer nachgebauten Schusswaffe der damaligen Zeit Schießübungen zu machen – eine fesselnde Erfahrung, die ich dort nicht erwartet hatte. Du kannst dich in der Schule außerdem im Bogenschießen, in der Teezeremonie und in Ikebana versuchen. Die Kurse laufen von Montag bis Freitag, müssen aber vorher reserviert werden.
💡 Mein Tipp: Reserviere die Kurse (Bogenschießen, Teezeremonie, Ikebana) rechtzeitig vorab, spontan vor Ort ist meist nichts mehr frei.
Besucherinfos
Apr. bis Okt. 9:00–17:00 Uhr
Nov. bis März 9:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
29.12 bis 03.01.
Geschlossene Tage
¥ 400 Yen
Eintritt
Ehemaliges Shirai-Tor
Erbaut 1846, im Jahr 2000 an den heutigen Standort verlegt. Das riesige Tor diente einst als Wohnraum für einen der Vasallen (Familie Shirai) des Sanada-Clans und ist heute ein kostenloser Rastplatz.
Besucherinfos
Apr. bis Okt. 9:00–17:00 Uhr
Nov. bis März 9:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
29.12 bis 03.01.
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Ehemalige Yokota-Residenz
Eines der bedeutendsten Kulturgüter von Matsushiro ist die Yokota-Residenz. Sie besteht aus einem Herrenhaus, dem Eingangstor, einem Ruhesitz sowie zwei Lagerhäusern. Hier siehst du, wie das Leben eines bürgerlichen Feudalherren in Matsushiro war. Was ein spannender Kontrast zu den Samurai-Residenzen ist.
Es ist außerdem der Geburtsort von Ei Wada, Autorin von „Tomioka Nikki“, einem Buch über das Leben in einer Seidenspinnerei in Tomioka.
Besucherinfos
Apr. bis Okt. 9:00–17:00 Uhr
Nov. bis März 9:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
29.12 bis 03.01.
Geschlossene Tage
¥ 400 Yen
Eintritt
Zozan-Schrein
Der Schrein wurde 1938 errichtet und ist Zozan Sakuma (1811–1864) gewidmet, einem bedeutenden Denker am Ende der Edo-Zeit und Pionier, der den Grundstein für das moderne Japan mitlegte.
Der Schrein besteht aus einer majestätischen Haupthalle aus japanischem Zypressenholz im Nagare-zukuri-Stil. Zudem steht dort eine Bronzestatue von ihm, die anlässlich seines 200. Geburtstags errichtet wurde.
Der Zozan-Schrein wird stark mit Weisheit und Bildung assoziiert und ist deshalb bei Studierenden beliebt, die sich Ausdauer beim Lernen und Erfolg bei Prüfungen wünschen.
Besucherinfos
24h (Tempelgelände)
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Yamadera-Jōzan-Residenz
Ein echter Geheimtipp ist die historische Residenz von Yamadera Jōzan. Auf dem Weg zu den Imperial-Wartime-Tunnels kommst du automatisch daran vorbei.
Residenz und Garten sind gut erhalten und bieten (wie die anderen Häuser) einen einzigartigen Einblick in das tägliche Leben einer Samurai-Familie während der Edo-Zeit. Das Haus verfügt über Empfangsräume, einen Salon, Gemeinschaftsräume und eine Teestube mit einem runden Fenster, das besonders im Herbst schön aussieht.
Besucherinfos
Apr. bis Okt. 9:00–17:00 Uhr
Nov. bis März 9:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
29.12 bis 03.01.
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Takeyama-Zuigo-Inari-Schrein
Das Entdecken eines gut versteckten Schreines ist immer ein Höhepunkt auf meiner Japanreise. Einer dieser Schreine ist der Takeyama-Zuigo-Inari-Schrein, der hinter Wohngebäuden verborgen liegt.
Für mich war dieser Schrein eine besondere Überraschung, da er auch wie der Inari-Schrein in Kyoto Torii-Tore hat und jeder hinaufsteigen muss, um dorthin zu gelangen (auch wenn er um einiges kleiner ist).
Oben angekommen bietet er einen grandiosen Blick über Matsushiro und die Berge der Umgebung. Der Schrein ist echt toll, um sich einen Überblick zu verschaffen und für einen Moment die Seele baumeln zu lassen.
Besucherinfos
24h
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Matsushiro-Untergrund-Hauptquartier (Zōzan Chika-Gō)
Auch als „Matsushiro Daihonei“ bekannt, sind die Underground Imperial Headquarters ein Überbleibsel des Zweiten Weltkriegs. Die Tunnel bestehen aus einer Reihe ausgedehnter unterirdischer Gänge, Bunkern und Wohnbereichen, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges ausgegraben wurden.
Der Bau der Tunnel erforderte die Arbeit von schätzungsweise 10.000 Arbeitskräften (überwiegend koreanische Zwangsarbeiter). Ein 500 Meter langer Abschnitt ist sogar heute noch begehbar. Außerdem befindet sich außerhalb des Tunnels ein kleines Museum, das an die Opfer erinnert.
Das Betreten des Tunnels ist kostenlos, aber zur Sicherheit muss ein Helm getragen werden und man muss sich am Eingang in einer Liste eintragen lassen.
💡 Mein Tipp: Trage geschlossene Schuhe, der Boden im Tunnel ist uneben und ich bin tatsächlich ein paar Mal umgeknickt. Auch ist es teils feucht und es ist merklich kühler als draußen. Im Sommer war es zwar eine willkommene Abwechslung zu der Hitze, aber je nach Jahreszeit kann es sehr kühl sein.
Besucherinfos
9:00-16:00 Uhr
Öffnungszeiten
jeder dritte Dienstag im Monat
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Essen in Matsushiro: meine Empfehlung
Mensho Zozanya
Dicke und lange Nudeln, die in einer herzhaften und ultra-leckeren Brühe getaucht sind, und dazu noch verschiedene Beilagen obendrauf. Da läuft einem wortwörtlich das Wasser im Mund zusammen.
So erging es mir auch, als ich für ein Mittagessen ins Mensho Zozanya ging. Das Restaurant wird vor allem von den Anwohnern besucht, die schon die ganze Karte des Inhabers probiert haben. Während einer leckeren Schüssel Ramen unterhalten sie sich dann über Sport und Politik mit dem Ramen-Chef.
Aber nicht nur die Atmosphäre hier ist toll, sondern auch das Essen war sehr gut und klasse zubereitet. Die Portionen sind riesengroß und für den Preis preiswert. Danach war ich ziemlich voll und rollte sozusagen aus dem Geschäft.
Am berühmtesten im Mensho Zozanya sind die Tamari Black Ramen. Die Farbe der Brühe ist dunkel, fast schon schwarz, und basiert auf Sojasoße und schwarzem Pfeffer. Da ich persönlich keine Ramen auf Sojasoßenbasis mag, habe ich mich für die Miso-Ramen entschieden. Mir hat es dort sehr gut geschmeckt, und bei meinem nächsten Besuch möchte ich unbedingt die Spezialität des Hauses probieren.
Besucherinfos
Mo–So 11:30–14:00
Öffnungszeiten
Montag, Dienstag & jeden dritten Sonntag im Monat
Geschlossene Tage
Chikufudo Matsushiro
Wer nach der Burgbesichtigung noch Platz für eine echte Nagano-Spezialität hat, findet direkt am Burggelände von Matsushiro eine Filiale von Chikufudo. Einem Kastanien-Fachgeschäft, das schon 1893 im nahen Obuse gegründet wurde. Bis heute verarbeitet das Familienunternehmen ausschließlich japanische Kastanien, den Großteil davon aus der eigenen Region rund um Obuse. Jedes Jahr ab Anfang September wird über 50 Tage hinweg die komplette Kastanienernte für das ganze Jahr in der hauseigenen Manufaktur eingekocht und eingelegt.
Die Filiale in Matsushiro liegt mit Blick auf die Burgruine direkt neben dem Ikeda-Masuo-Museum und ist bewusst als ruhiger Rastplatz für Spaziergänger durch die ehemalige Burgstadt angelegt: ein japanisch eingerichteter Gastraum, in dem man nach der Erkundungstour durchatmen kann.
Das bekannteste Gericht ist der Kuri-Okowa-Teller: gedämpfter Klebreis mit ganzen Kastanienstücken, dazu Beilagen wie eingelegtes Gemüse, Bergpflanzen und Misosuppe. Ebenfalls beliebt ist das Mugitoro-Zen, Naganos regionale Kombination aus Gerstenreis und geriebenem Bergyams (Tororo), das einen angenehm ausgewogenen Dashi-Geschmack hat.
Wenn du eher einen süßen Zahn hast: Greif zum Kuri-an-Shiruko, einer warmen Süßspeise aus reiner Kastanienpaste, oder zum Kuri-Anmitsu.
Besucherinfos
Mo–So 8:00–18:00
Öffnungszeiten
Dienstag
Geschlossene Tage
Hilfreiche Links
Allgemein
Go NAGANO – offizielle Tourismus-Seite der Präfektur Nagano (auch auf Englisch, keine deutsche Version gefunden)
Shinshu Matsushiro Kanko Kyokai – offizielle Tourismus-Seite für Matsushiro

