Herzlich willkommen in Kōfu, Hauptstadt der Präfektur Yamanashi und meine ehemalige Heimat während meines Auslandsjahres. Was macht Kōfu so besonders? Atemberaubende Berglandschaft, alte Burgruine & Schreine, beeindruckende Matsuri und Felder voller Weinstöcke.
Kōfus städtischer Charakter wird von der umgebenden Natur gemildert. Die Stadt präsentiert sich als ein Ort, an dem sich Urbanität und Natur harmonisch ergänzen. Ein unvergessliches Erlebnis ist der Blick auf den Mount Fuji, der die Skyline der Stadt dominiert.
In diesem Beitrag möchte ich dir die eindrucksvollsten Kōfu Sehenswürdigkeiten und Highlights vorstellen, die deinen Besuch unvergesslich machen, mit allem, was du für eine wirklich gute Reiseplanung brauchst.
Kōfu im Überblick: Wissenswertes & erste Tipps
🏞️ Kōfu ist die Hauptstadt der Präfektur Yamanashi in Japan und zählt etwa 190.000 Einwohner. Die Stadt liegt inmitten des Tals, umgeben von einer beeindruckenden Berglandschaft – ein Paradies für Wanderliebhaber!
💬 Die Stadt hat auch eine Sprachschule (die ich besucht habe), in der jährlich 680 Schüler die Sprache lernen und an kulturellen Aktivitäten der Schule teilnehmen.
🗻 Kōfu ist der perfekte Ausgangspunkt, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Umgebung zu erkunden, wie zum Beispiel das malerische Fujikawaguchiko, den spannenden Freizeitpark Fuji-Q Highland und den ikonischen Mount Fuji.
♨️ Kōfu ist auch einer der besten Orte, um in den heißen Quellen (Onsen) nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. In der ganzen Stadt verteilt gibt es Onsen oder Sento, aber am beliebtesten ist das Yumura Onsenkyo Hot Spring Resort.
💴 Kōfu ist bargeldorientiert. In vielen Tempeln, Restaurants und Märkten wird keine Kartenzahlung akzeptiert. Hebe am Geldautomat im 7-Eleven oder Japan Post am Bahnhof etwas Geld ab.
🧳 Hast du viel Gepäck weil du nur für einen Tag hier verbringst. Kannst du am Kōfu-Bahnhof die Coin Lockers nutzen.
🗣️ Obwohl Kōfu eine Stadt ist und wegen der Schule viele Ausländer leben, wird Englisch deutlich seltener als in Tokio oder Kyoto gesprochen. Google Translate (Kamera-Funktion) ist essenziell.
Wie viel Zeit brauche ich für Kōfu?
Selbst nach einem Jahr dort fühlt es sich so an, als ob ich nur an der Oberfläche von Kōfu gekratzt hätte. Denn es gibt immer noch zahlreiche Dinge und Orte, die ich dort sehen will. Für Reisende aber würde ich einen Aufenthalt von 2–3 Tagen empfehlen.
Die Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt sind gut an einem Tag abzuklappern, aber wenn du noch etwas Natur erleben möchtest, musst du mindestens einen Tag noch zusätzlich bleiben. Wo sonst kann man schließlich wandern und immer den Fuji dabei sehen, wenn nicht in Kōfu?
Wann ist die beste Reisezeit für Kōfu?
Da Kōfu eine talabgelegene Stadt ist, sind Sommer und Winter eine der weniger guten Reisezeiten für Kōfu. Im Sommer ist es dort einfach nur noch brütend heiß und die hohe Luftfeuchtigkeit macht es einem schier gar unmöglich, irgendwohin zu gehen. Der Winter dagegen ist kalt, regnerisch und windig. Kaum zu glauben, aber es schneit nur einmal im Jahr in Kōfu. Für einen tollen Winterurlaub gibt es weitaus bessere Orte als Kōfu.
Am idealsten sind der Frühling oder Herbst, um Kōfu zu sehen. Die Temperaturen sind angenehm und die Natur ist zu diesen beiden Zeiten besonders sehenswert. Im Frühling ist Ende März eine gute Zeit für die Kirschblüten, die es in Kōfu zahlreich gibt. Auch der Herbst ist eine wunderschöne Zeit und besonders gut für Wanderausflüge geeignet.
Anreise Kōfu
🚃 Von Tokio aus
Limited-Express-Zug Chūō-Linie: Tokio (Shinjuku-Bahnhof) und Kōfu sind durch den Limited-Express-Zug entlang der JR-Chūō-Linie verbunden. Die Fahrt dauert gerade mal nur 90 Minuten und die einfache Strecke kostet 3890 Yen. Die Chūō-Linie ist mit dem JR Pass abgedeckt. Wer sowieso einen hat, fährt ohne Aufpreis.
Highway-Bus: Zwischen Tokio (Bahnhof Shinjuku) und Kōfu fahren mehrere Highway-Busse pro Tag. Die einfache Fahrt dauert etwa 140 Minuten und kostet 2500 Yen. Reservierungen können online gemacht werden oder am Shinjuku-Bus-Terminal oder Kōfu-Bus-Terminal.
🚃 Von Kyoto oder Osaka aus
Zug: Es gibt keine direkten Züge, die Kōfu mit Kyoto oder Osaka verbinden. Der schnellste Weg führt über Tokio. Nimm den Shinkansen nach Shinjuku und von dort aus dann die Chūō-Linie.
Highway-Bus: Dafür gibt es aber Nachtbusse, die direkt Kyoto und Osaka mit Kōfu verbinden. Buchungen können über Willer-Express gemacht werde.
Öffentlicher Transit in Kōfu
Das öffentliche Verkehrsnetz in Kofu ist meiner Meinung nach eher befriedigend als wirklich gut. Kofus Hauptbahnhof liegt im Zentrum der Stadt und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Bus und Bahn.
Der Großteil der Sehenswürdigkeiten ist nur einen Spaziergang oder eine Busfahrt vom Zentrum entfernt. Andere Sehenswürdigkeiten dagegen befinden sich jedoch weiter weg und sind nicht so gut mit den Öffis erreichbar.
Aufgrund der erheblichen Entfernungen von manchen Sehenswürdigkeiten ist es praktisch, sich für die Dauer des Aufenthalts einen Mietwagen zu holen. Rund um den Bahnhof gibt es mehrere Mietwagenanbieter wie Orix Rent-a-car oder Nippon Rent-a-car.
Mietwagen-Details
In Japan benötigst du einen internationalen Führerschein (IDP), der vor der Reise beim ADAC beantragt werden muss (ca. 15 €, einige Tage Bearbeitungszeit). Die Kosten für einen Kleinwagen liegen bei ca. 5.000–8.000 Yen pro Tag. Mehr Informationen findest du in meinem Beitrag:
Top 25 Kōfu Sehenswürdigkeiten & Highlights
Maizuru Castle Park (Kōfu Castle Ruins)
Einer meiner absoluten Lieblingsorte in Kōfu ist das Maizuru-Castle und der dazugehörige Park. Meine Freunde und ich haben dort gerne im Frühling und Sommer Picknicks veranstaltet. Da die Burgruinen sehr viele Kirschbäume (genau genommen 160) haben, ist es zu dieser Zeit besonders hübsch.
Die Burg wurde im späten 16. Jahrhundert von Toyotomi Hideyoshi erbaut und war zu ihrer Glanzzeit eine bedeutende strategische Festung zum Schutz des Westens von Edo – dem heutigen Tokyo. Allerdings wurde die Burg im Jahr 1727 bei einem Brand zerstört. Dabei blieben jedoch die Steinmauern erhalten, und Teile der Burg, wie die Eingangstore und der Wachturm, wurden über die letzten Jahre mit großer Sorgfalt originalgetreu rekonstruiert.
Übrigens kannst du vom höchsten Punkt des Parks, an dem einst der Bergfried stand, bei klarer Sicht einen beeindruckenden Blick auf die Stadt und auf den Mt. Fuji genießen.
Besucherinfos
Mo–So 24h
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Kai Zenko-ji-Tempel
Der Kai Zenko-ji, ein majestätischer Tempel in Kōfu, blickt auf eine über 400-jährige Geschichte zurück. Errichtet wurde er vom legendären Kriegsherrn Takeda Shingen, der kostbare Schätze aus dem berühmten Zenko-ji-Tempel in Nagano hierher brachte, um sie vor den Wirren des Krieges zu schützen. Um den Überblick zu behalten, wer nun wo steht, nennt man den Tempel in Kofu meist Kai Zenko-ji. »Kai« war der ursprüngliche Name der Region und hilft, die beiden Tempel auseinanderzuhalten.
Seitdem ist der Kai Zenkō-ji ein Wahrzeichen Kōfus und wird oft mit dem Rot seiner beeindruckenden Haupthalle und des majestätischen Sanmon-Tors assoziiert. Man sagt, die Haupthalle sei das größte Holzgebäude Ostjapans.
Ein besonderes Erlebnis ist die „Reise in die Dunkelheit“: Besucher können in den unterirdischen Gang hinabsteigen, der in Form des Kanjis 心 (auf Deutsch „Herz“ oder „Geist“) angelegt ist und in völliger Dunkelheit liegt. Dort sucht man symbolisch nach dem „Schlüssel zum Paradies“.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ 500 Yen (Inneres des Hauptschreins)
Eintritt
Shingen-Mochi-Factory-Themepark
Der Shingen-Mochi-Factory-Theme-Park in Kōfu ist ein einzigartiges Erlebnis für Süßigkeitenliebhaber und alle, die einen Einblick in die japanische Süßwarenproduktion werfen möchten. Dieser Themenpark, der sich in der Kikyoya-Fabrik befindet, ist ganz dem berühmten Shingen Mochi gewidmet – einer traditionellen Süßigkeit aus der Region Yamanashi.
Die klebrigen, aber äußerst leckeren Reiskuchen werden mit Kinako (geröstetes Sojabohnenmehl) und braunem Zuckersirup serviert und diese Kombi ist superlecker! Ich bin definitiv ein großer Fan der Shingen-Mochi und kann einfach nicht genug davon bekommen.
Bei einer kostenlosen Führung durch die Produktionsräume hast du die Möglichkeit, bei der Herstellung zuzuschauen und zum Schluss im Shop dort die leckeren Shingen-Mochi zu kaufen, die übrigens ein tolles Souvenir sind. Die Tour findet üblicherweise von 10:00 bis 15:00 Uhr einmal stündlich (an Feiertagen und Wochenenden zweimal) statt und ist komplett kostenlos.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Kōfu City Hall Observation Deck
Wer schon mal einen meiner Beiträge gelesen hat, weiß: Ich bin ein großer Fan von Aussichtspunkten. Mein absoluter Geheimtipp, um jedes Mal in einer neuen Stadt eine atemberaubende Sicht zu haben, ist es, in das Rathaus der Stadt zu gehen. Denn üblicherweise haben alle größeren Städte im obersten Stockwerk eine kostenlose Aussichtsplattform.
Auch die Stadt Kōfu ist keine Ausnahme. Im 10. Stock des Rathauses bietet das Observation Deck eine tolle Sicht auf Kōfu und die umliegenden Berge. Mein Tipp: Schau unbedingt bei Sonnenuntergang vorbei oder an einem klaren Tag. Wenn du Glück hast, erblickst du sogar den majestätischen Fuji.
Besucherinfos
Mo–So 8:00–17:15 Uhr
Öffnungszeiten
Samstag & Sonntag
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Obst pflücken in Kofu und Umgebung
Eine weitere großartige Aktivität und Erinnerung auf deinem Japantrip ist es, auf weiten grünen Feldern verschiedene Obstsorten zu pflücken. Denn nichts ist so unschlagbar wie frisches Obst direkt vom Baum zu pflücken und dabei zu naschen.
Vor allem in der Präfektur Yamanashi hast du die Möglichkeit, die besten Weintrauben zu probieren. Aber auch andere Früchte wie Erdbeeren, Pfirsiche oder Kirschen gibt es in Yamanashi.
Und keine Sorge, selbst wenn du außerhalb der Saison nach Japan reist, hast du trotzdem die Möglichkeit dazu. So ist etwa die Erdbeersaison in Japan von Dezember bis Mai! Hier eine kurze Übersicht:
- Erdbeeren: Dezember bis Mai
- Kirschen: Ende Mai bis Anfang Juli
- Weintrauben: Juni bis Oktober
- Pfirsiche: Ende Juni bis August
- Äpfel: August bis Dezember
- Mandarinen: Oktober bis Januar
Eine Reservierung kannst du entweder telefonisch bei den Plantagen oder über Klook und Activity Japan machen.
Furouen-Garten
Einer der schönsten japanischen Gärten, die ich bis jetzt gesehen habe, ist der Furouen-Garten in Kōfu. Sehr überraschend aber ist, dass er trotz seiner Schönheit so gut wie keine Besucher hat. Einerseits ist es sehr schade, aber andererseits konnte ich dadurch den Garten in Ruhe betrachten.
Der Furoren-Garten eröffnete erstmalig im Jahr 1897 für die Öffentlichkeit und ist regulär von Februar bis März geöffnet. Der Garten ist sehr weitläufig und am Hang wachsen über 30 verschiedene Arten blühender Bäume und Sträucher.
Auch wenn der Garten nur offiziell im Frühling geöffnet hat, gibt es noch die Möglichkeit, auch im November den Garten zu besuchen. Aber Achtung! Der Garten ist zu dieser Zeit nur kurz geöffnet.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
April bis Oktober, Dezember
Geschlossene Tage
¥ 500 Yen
Eintritt
Koshu Yumekoji
Einer der herausragendsten Orte, um lokale Produkte wie Wein oder Kunsthandwerk zu kaufen, ist die charmante Einkaufsstraße Koshu Yumekoji. Die Straße vereint auf einzigartige Weise die Atmosphäre der Edo-Zeit mit der heutigen Moderne.
Da die Straße im Zentrum von Kōfu liegt, nur ein paar Gehminuten vom Bahnhof entfernt ist, ist sie ideal für Last-Minute-Mitbringsel. Auch gibt es eine erlesene Auswahl an Restaurants und Cafés, in denen du die regionale Küche und Süßigkeiten probieren kannst.
Ich bin gerne mit Freunden in das Eiscafé Elmo Isola gegangen, die verschiedenen Eissorten dort sind sehr interessant. Aber auch das Burger-Restaurant Black Country oder das Ramen-Restaurant Tokueiken sind hervorragend und ich kann sie wärmstens empfehlen.
Besucherinfos
je nach Geschäft/Restaurant unterschiedlich
Öffnungszeiten
je nach Geschäft/Restaurant unterschiedlich
Geschlossene Tage
Kōfu City History Park
Gleich gegenüber der historischen Einkaufsstraße Koshu Yumekoji findest du den Kōfu City History Park. Ein schöner kleiner Park, umgeben von historischen Gebäuden, der zum Spazieren oder Picknicken einlädt.
Genau wie vom Maizuru-Castle kannst du auch von hier aus an klaren Tagen den Fuji sehen. Gehe dazu auf die Aussichtsplattform des Yamanotegomon-Tors, welches übrigens zu den 100 berühmtesten Toren der Region Kanto gehört.
Das wirklich Besondere allerdings sind hier die seltenen „Großen Weißen“ Kirschblüten auf dem Parkgelände.
Besucherinfos
24h
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Gokoku-Schrein
Der Gokoku-Schrein ist ein ruhiger und friedvoller Schrein, der sich auf einer kleinen Anhöhe in der Nähe des Takeda-Schreins befindet. Gegründet im Jahr 1879 im Otamachi-Viertel in Kōfu, wurde er im Jahr 1944 an seinen jetzigen Standort verlegt.
Gewidmet ist der Gokoku-Schrein den Kriegsopfern, die im Russisch-Japanischen Krieg und im Zweiten Weltkrieg umgekommen sind. Wahrscheinlich lockt der Schrein deswegen nicht viele Besucher an, aber trotz dieser Bedeutung sehen der Schrein und das Gelände wunderschön aus.
Da der Schrein auch 300 Kirschbäume auf dem Gelände hat, ist er im Frühling ein beliebter Spot für die Einwohner für Hanami (Kirschblütenshow). Ich persönlich war gerne dort im Sommer und habe dort die niedlichen Katzen gestreichelt und die umliegende Natur genossen.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Takeda-Schrein
Der wohl berühmteste Ort in Kōfu ist der Takeda-Schrein, der am nördlichen Ende der Stadt liegt. Erbaut wurde er im Jahr 1919 zum Gedenken an die feudale Kriegsherrenfamilie Takeda. Besonders ist, dass Takeda Shingen in Kōfu als nationaler Held gefeiert und verehrt wird. Also nicht weiter überraschend, dass der Schrein bei Besuchern und Einheimischen gleichermaßen sehr beliebt ist.
Auf dem Grundstück des Schreines kannst du immer noch die ursprünglichen Gräben und Steinmauern der damaligen befestigten Residenz der Familie sehen. Ansonsten besteht der Schrein aus einer Haupthalle, wo du Talismane oder Orakel kaufen kannst, einer Gebetshalle und einer wunderschönen Noh-Bühne.
Besonders im Herbst ist der Schrein ein richtiges Highlight.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Shingen-Museum
Das Shingen-Museum wurde 2019 eröffnet und befindet sich gleich gegenüber vom Takeda-Schrein. Im Museum kannst du nochmal in aller Genauigkeit die Geschichte von Takeda Shingen und der Takeda-Familie lernen.
Die permanente Ausstellung ist kostenlos, während die Sonderausstellungen eine Eintrittsgebühr verlangen. Es finden auch gelegentlich Vorführungen statt, wie zum Beispiel eine, bei der ein Künstler mit der Scherenschnitt-Technik Takeda Shingen ausschnitt.
Das Museum hat auch ein Café (Yu Hime), in dem du Softeis mit Shingen-Mochi essen kannst, und einen Souvenirshop.
Ein weiteres tolles Highlight des Museums ist der Horita Old Castle Garden gleich nebenan. Der Stil des Hauses und des Gartens ist traditionell japanisch und ist komplett kostenlos zu besichtigen.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
Dienstag
Geschlossene Tage
¥ kostenlos (300 Yen Sonderaustellungen)
Eintritt
Koinji
Der Hortensientempel Koinji ist trotz seiner einzigartigen Schönheit einer der am wenigsten besuchten Tempel in Kōfu. Was ich persönlich sehr schade fand, da der Tempel überall wunderschöne Hortensien gepflanzt hat und den Namen „Hortensientempel“ wirklich verdient.
Grund für die wenigen Besucher ist wahrscheinlich die Lage, da er gute 3,6 km vom Bahnhof entfernt ist und wenig Busse in die Richtung fahren. Das sollte dich aber nicht abschrecken, denn zur Hortensienzeit (Ende Juni) ist der Weg zum Tempel es wert.
Besucherinfos
tagsüber in der Regel zugänglich
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Shinmei-Feuerwerksfestival
Jedes Jahr am 7. August veranstaltet die Stadt Ichikawamisato das Shinmei-Feuerwerksfestival. Die Veranstaltung gehört zu einer der größten in der Präfektur Yamanashi und es ist wahrlich eine Explosion an Farben.
Mit mehr als 20.000 Raketen (insgesamt dauert das Feuerwerk ca. 2 Stunden), die gezündet werden, ist der echte Höhepunkt eine riesige Blume, die einen einfach nur noch sprachlos zurücklässt.
Ein typisches Merkmal für japanische Feuerwerke ist auch, dass die Raketen nicht einfach wahllos in den Himmel geschossen werden, sondern begleitet von Musik eine einzigartige Geschichte erzählen.
Da das Feuerwerk äußerst beliebt ist und jährlich 200.000 Besucher anlockt, sind die Plätze am Fluss schnell voll. Auch wenn natürlich die Sicht dort am besten ist, kannst du an vielen weiteren Orten einen Platz zum Betrachten finden. Nimm dir aber auf alle Fälle eine Decke oder Unterlage mit!
Besucherinfos
19:15 bis 21:00 Uhr
Dauer
7. August
Wann
¥ kostenlos
Eintritt
Shingen-ko-Samurai-Festival
Das Shingen-ko-Samurai-Festival ist die größte Samurai-Parade der ganzen Welt und Schauplatz dieser Parade ist die Stadt Kōfu. Benannt nach dem berühmten Feudalkriegsherren (Daimyo) Takeda Shingen, kannst du dabei zusehen, wie Leute in Samurai-Rüstung durch die Straße marschieren.
Das Festival besteht, über das ganze Wochenende verteilt, aus dutzenden Mini-Events in der Umgebung vom Bahnhof und Maizuru Castle. Der wahre Höhepunkt ist der Einsatz des „Koshu-Bataillons“ – einer beeindruckenden Kampftruppe aus 30 Pferden und Takeda Shingens 24 Kommandeuren, die durch die Hauptstraße von Kofu marschieren.
Besucherinfos
3 Tage (Fr. bis So.)
Dauer
April
Wann
¥ kostenlos
Eintritt
Shonoki-Festival
Das Shonoki-Festival ist ein liebevoll gestaltetes Festival, das seit der Edo-Zeit abgehalten wird und für eine reiche Ernte gebetet wird. Es findet jährlich im Mai am Inazumi-Schrein und Yuki-Park im Otamachi-Bezirk statt.
Es finden zahlreiche von der Nachbarschaft organisierte Vorführungen statt und es gibt eine große Anzahl an Essständen dort. Es gibt sogar einen altmodischen Pflanzenmarkt, auf dem Samen und Setzlinge verkauft werden.
Besucherinfos
4 Tage (10:00-18:00 Uhr)
Dauer
Anfang Mai zur Golden Week
Wann
¥ kostenlos
Eintritt
Shosenkyo-Schlucht
Wusstest du, dass die schönste Schlucht Japans und als anerkanntes nationales Kulturerbe Shosenkyo ist? Mit ihrer atemberaubenden Naturlandschaft und einzigartigen Wanderungen ist sie besonders im Frühling und Herbst ein beliebtes Wanderziel für die, die Tokio entkommen möchten.
Der Wanderweg ist ein gut gepflegter Pfad, der entlang der Schlucht führt, und bietet tolle Sichtweisen auf das klare Wasser, das durch das Tal fließt. Auch gibt es entlang des Weges wunderschöne dynamische Wasserfälle und grüne Wälder.
Am Ende der Wanderung kommt dann eine Seilbahn, die zur Shosenkyo Summit Panorama Station hochfährt. Von dort aus kannst du an klaren Tagen den majestätischen Fuji sehen. Während der Hauptsaison im Herbst ist es allgemein sehr voll. Möchtest du die Menge vermeiden, kannst du auch alternativ eine weniger bekannte Wanderung von Shosenkyo nehmen.
Besucherinfos Seilbahn
Dez. bis März 9:00-16:30 Uhr / April bis November bis 17:30 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ 1.500 Yen
Eintritt
Kanazakura-Schrein
Etwas oberhalb des Shosenkyo-Wanderweges befindet sich der Kanazakura-Schrein, der im Frühling von hunderten von Kirschbäumen umgeben ist. Da der Schrein auf einer kleinen Anhöhe ist, musst du zuerst die Steintreppen hochgehen und die Säulen, die wie aufsteigende und absteigende Drachen aussehen, passieren.
Der Großteil der Besucher kommt während des Frühlings zum Schrein, um den namensgebenden Baum zu sehen – den heiligen „Kanazakura“. Der Baum gehört zu einer seltenen Kirschsorte und blüht Ende April/Anfang Mai. Der Schrein feiert dann auch sein Frühlingsfest mit jahrhundertealten Ritualen und Darbietungen.
Besucherinfos
24h
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Fujimura Memorial Hall
Am Nordausgang des Bahnhofs befindet sich ein öffentlicher Platz und mitten im Zentrum davon die Fujimura Memorial Hall. Ein kleines Museum, für die Öffentlichkeit kostenlos, in dem es um die Bildungsgeschichte von Kōfu geht.
Das Gebäude ist ein rekonstruiertes Schulgebäude im Stil der westlichen Architektur während der Kolonialzeit. Während der Meiji-Zeit gab es in der Präfektur einen erheblichen Anstieg an Häusern im westlichen Stil.
Besucherinfos
9:00-17:00
Öffnungszeiten
Montag
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Statue of Shingen Takeda
Takeda Shingen ist in Kōfu (und natürlich Yamanashi) einfach ikonisch – was wir ja bereits nun wissen. Es ist also nicht weiter verwunderlich, eine große Statue zu seinem Gedenken in Kōfu zu finden. Als Wahrzeichen der Stadt befindet sich die Shingen-Takeda-Statue gleich am südlichen Eingang des Bahnhofs.
Die Statue ist ein beliebtes Fotomotiv für die Besucher und für Einheimische ein Treffpunktort für Freunde und Familie.
Ryuga Ponds Observation Deck
Nicht weit vom Takeda-Schrein gibt es einen kleinen Hügel, der als Ryuga Ponds Observation Deck bekannt ist, den du hinauflaufen kannst. Von dort aus kannst du die Stadt Kōfu und die umliegenden Berge erblicken.
Obwohl der Hügel relativ niedrig ist, ist der Blick auf die Umgebung hervorragend und einfach nur noch fantastisch. Hinter dem Hügel befindet sich dann eine Art See, der beliebt bei Hobbyanglern ist.
Besucherinfos
24h
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Onsen in und um Kōfu
Die natürlichen heißen Quellen werden von den Japanern schon immer geliebt und sind ein fester Bestandteil ihrer Kultur, und so ist es auch in Kōfu. Ich gebe zu, dass Kōfu jetzt vielleicht nicht gerade zu den Onsen-Städten gehört, die du oder ich auf Social Media sehen. Dennoch ist Kōfu einer der besten Orte, um am Abend in heißen Quellen zu entspannen.
So hat die Stadt etwa das Yumura Onsenkyo, das eine 1200 Jahre alte Geschichte hat und gerne von Takeda Shingen besucht wurde. Aber auch das Hottarakashi-Onsen, nördlich von Kōfu, mit seinem atemberaubenden Panoramablick auf Kōfu und die umliegenden Berge, ist ein echter Traum. Und nur zwei Stationen von Kōfu entfernt ist das Isawa-Onsen, eine malerische Straße, die ideal ist, um dort zu baden und im Frühling die Kirschblüten zu betrachten.
Yamanashi Jewelry Museum
Neben Wein und Takeda Shingen ist die Stadt auch wegen ihrer hochwertigen Schmuckherstellung bekannt. Nur ein paar Gehminuten vom Bahnhof entfernt befindet sich das Yamanashi Jewelry Museum, in dem du alles über die Schmuckproduktion der Region lesen kannst.
Besuchern ist es auch möglich, bei der Schmuckherstellung zuzusehen oder sogar selbst Erfahrungen in der Schmuckherstellung zu sammeln (Reservierungen sind erforderlich). Ich persönlich habe das Café dort sehr gerne gemocht und habe dort gerne mal etwas getrunken.
Besucherinfos
10:00-17:00 Uhr
Öffnungszeiten
Dienstag
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Weingutführungen
Wenn ich eins während meiner Zeit in Kōfu gelernt habe, dann dass die Einheimischen Wein, aber vor allem Trauben lieben. Seit 1870, als zwei Japaner sich dazu entschieden, Wein in Kōfu herzustellen, hat die Stadt sich rasant gewandelt und produziert nun eine Vielzahl an Weinen, darunter den erfrischenden und eleganten „Koshu-Wein“.
Darunter gibt es vier Weingüter in Kōfu, die sich darauf spezialisiert haben: Weingut Sadoya, Chateau Sakaori, Shingen Wine und Domaine Q. Die Weingüter Sadoya, Sakaori und Domaine bieten jeweils Weingutführungen (Reservierung erforderlich) an. Während Shingen Wine nur ihre Weine im Laden verkauft.
Hoto Noodles
Hoto-Nudeln sind ein herzhaftes regionales Gericht der Präfektur Yamanashi und meine absolute Lieblingsspeise für kalte Wintertage! Das Gericht ist eine Art Eintopf und besteht aus dicken Udon-Nudeln in einer Misosuppe, serviert mit viel Gemüse und Fleisch.
Hier noch ein Fun-Fact zu den Hoto-Noodles: Takeda Shingen, der regionale und sehr berühmte Kriegsherr, hat vor einer Schlacht immer mit seinen Samurai dieses Gericht gegessen. Es hat also Kultstatus.
Während das Gericht überall in der Präfektur gegessen werden kann (z. B. in Restaurants, Hotels oder Ryokans), ist es vor allem aber in Shirakawago und Kofu sehr beliebt. Hier ein paar Restaurants zur Auswahl für dich:
- Shinshu
- Chiyoda
- Kosaku
Toko-ji-Tempel
Ein weiterer wunderschöner Ort in Kōfu ist der Toko-ji-Tempel in der Nähe vom Kai Zenko-ji-Tempel. Als einer der Kōfu Gozan (fünf große Zen-Tempel) wurde er vom Kriegsherrn Takeda Shingen ausgewählt und soll für Schutz und Sicherheit der Provinz beten.
Bekannt ist der Tempel aber wegen seines beeindruckenden Steingartens aus der Kamakura-Epoche (1185–1333). Der Garten befindet sich hinter der Haupthalle. Mittelpunkt des Gartens ist der kleine Teich, in dem ein „Wasserfall“ aus Felsen fließt.
Besucherinfos
8:30-17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ 300 Yen (Garten)
Eintritt
Mögliche Tagesrouten: Meine Empfehlungen
🏯 Stadtgeschichte & Innenstadt
Morgens: Bahnhof Kōfu → Shingen-Takeda-Statue → Fujimura Memorial Hall → Koshu Yumekoji (Frühstück/Kaffee)
Mittags: Kōfu City History Park → Maizuru Castle Park (Picknick)
Nachmittags: Kōfu City Hall Observation Deck → Kai Zenko-ji-Tempel → Toko-ji-Tempel
Abends: Hoto-Noodles zum Abendessen → Yumura Onsenkyo
🍷 Schreine, Kultur & Wein
Morgens: Takeda-Schrein → Shingen-Museum mit Horita Old Castle Garden → Gokoku-Schrein
Mittags: Weingutführung bei Sadoya oder Chateau Sakaori (Reservierung nötig)
Nachmittags: Shingen-Mochi-Factory-Themenpark → Ryuga-Ponds-Aussichtsplattform
Abends: Dinner in der Koshu Yumekoji → Yamanashi Jewelry Museum
🌿 Natur & Schlucht
Morgens: Früh zur Shosenkyo-Schlucht (vor 10 Uhr) → Wanderweg → Seilbahn zur Panorama-Station
Mittags: Mittagessen am Wanderweg → Kanazakura-Schrein
Nachmittags: Furouen-Garten (wenn Saison) oder Obstpflücken
Abends: Hottarakashi-Onsen mit Panoramablick
Hotels und Unterkünfte in Kōfu
Hier habe ich einige Hotelempfehlungen für dich:
Für den kleineren Geldbeutel
Tabist Hotel Yamashiro Onsen: Einfaches Hotel mit Onsen-Zugang
Isawa View Hotel: Budget-Hotel im Onsen-Viertel Isawa
Für den mittleren Geldbeutel
フクロウの御宿: „Gasthaus der Eule“, charmantes kleines Ryokan mit typisch japanischer Atmosphäre
Chateraise Lodge Kasugai: Komfortables Hotel mit gutem Service
Für den extravaganten Geldbeutel
Ryokan Kikori: Exklusives Ryokan mit traditioneller Einrichtung, eigenem Onsen und Kaiseki-Menü
ゑびすや: Traditionsreiches Ryokan mit über 100-jähriger Geschichte und persönlicher Gastfreundschaft

