Japan Winterreise Biei-3

Von Tokio bis Hokkaido: Die perfekte Japan Winterreise für 14 Tage

Auf einer Japan Winterreise verwandelt sich das Land in ein magisches Winterwunderland, in dem Schneelandschaften, traditionelle Onsen und stimmungsvolle Beleuchtungen unvergessliche Erlebnisse schaffen.

Und obwohl der Winter in Japan seine besondere Faszination und Reize hat, ist er bei vielen Reisenden keine beliebte Jahreszeit. Die Kälte und der viele Schnee im Norden schrecken viele ab diese Reise zu unternehmen.

Warum aber gerade du im Winter nach Japan fliegen und beeindruckende Schneelandschaften sehen solltest, verrate ich dir in dieser perfekten 14-tägigen Japan Winterreise, die von der geschäftigen Metropole Tokio bis in die verschneiten Weiten Hokkaidos führt.

Japans Winterreise auf einen Blick

📅 Reisedauer 14 Tage
❄️ Beste Reisezeit Februar (wegen Sapporo Snow Festival und der dichtesten Schneedecke)
📍 Startpunkt Tokio
🛬 Anreise Direktflug nach Tokio (Haneda oder Narita)
🚃 Fortbewegungs-mittel Zug/Shinkansen, JR East-South Hokkaido Rail Pass, für den letzten Abschnitt ggf. Inlandsflug
🗺️ Stationen Tokio (3 Nächte) → Sendai (3) → Aomori (1) → Hakodate (2) → Sapporo (2) → Asahikawa (2) → zurück nach Tokio (1)

💫 Meine Highlights der Route

  1. Die Lichtinstallationen in Tokio: besonders in Omotesando, Shinjuku und Roppongi.
  2. Das Sapporo-Snow-Festival: mit seinen riesigen Schneeskulpturen und Food-Stalls überall im Odori-Park verteilt.
  3. Der Shirogane-Blue-Pond in Biei, umgeben von tief verschneiter Landschaft und einer tollen Lichtinstallation am Abend

Wissenswertes & Infos über die Japan Winterreise

🗾 Die Route verbindet Honshū (Tokio und die Tōhoku-Region) mit Hokkaido, Japans nördlichster Hauptinsel. Die Luftlinie zwischen Tokio und Sapporo beträgt rund 830 Kilometer, mit dem Zug ist die Strecke aber wesentlich länger.

⛩️ Tōhoku bezeichnet die sechs nordöstlich von Tokio gelegenen Präfekturen Aomori, Iwate, Miyagi, Akita, Yamagata und Fukushima. Auf dieser Route berührst du davon Miyagi (Sendai), Yamagata und Aomori.

🚄 Der Hokkaido-Shinkansen fährt aktuell nur bis Shin-Hakodate-Hokuto; die Verlängerung bis nach Sapporo befindet sich im Bau und wurde bereits mehrfach verschoben.

🎊 Das Sapporo Snow Festival findet seit 1950 statt und zählt heute mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich zu den meistbesuchten Winterevents Japans.

🍜 Kulinarisch ist die Route ebenso vielseitig: Sendai ist berühmt für Gyūtan (gegrillte Rinderzunge), Hakodate für frischen Fisch und Meeresfrüchte, und Sapporo hat mit seiner Miso-Ramen eine der bekanntesten Ramen-Varianten Japans hervorgebracht.

❄️ Hokkaido hat lange, schneereiche Winter von Dezember bis März mit Temperaturen, die auch tagsüber häufig unter dem Gefrierpunkt liegen. Deutlich kälter und trockener als der Winter in Tokio oder Tōhoku.

⛄ Das erwartet dich auf der perfekten Japan Winterreise.

Winterwunderland: Der Winter in Japan ist einfach magisch! Die verschneiten Landschaften, heißen Onsen und weiß bedeckten Berge verwandeln das Land in ein Traumziel für jeden, der den Winter liebt. Besonders Hokkaido ist ein echtes Winter-Highlight!

Einzigartige Winterfeste: In den Wintermonaten gibt es zahlreiche Festivals in Japan. Besonders das Sapporo-Snow-Festival mit seinen beeindruckenden Schneeskulpturen ist bekannt. Aber auch in kleineren Städten gibt es Winterevents, die von Lichterspektakeln bis hin zu traditionellen Feiern reichen.

Schnee, Regen & Kälte: So wunderschön Japan im Winter ist, die kalten Temperaturen mit Schnee oder Regen können auch eine echte Herausforderung sein. Sorgfältige Planung und warme Kleidung sind ein Muss.

🗺️ Alle Spots dieser Route auf einer Karte

Ständig zwischen diesem Beitrag und Google Maps hin- und herspringen, während du unterwegs bist? Das musst du dir nicht antun: In meinem Japan-Guide auf Rexby habe ich alle Orte aus diesem Beitrag – plus ein paar exklusive Spots, die es gar nicht erst in den Blog geschafft haben – auf einer interaktiven Karte gesammelt. Einmal draufgeschaut, direkt navigiert, fertig.

👉 Mein Japan-Guide auf Rexby

🗓️ Beste Reisezeit für den Winter in Japan

Der Februar ist die ideale Reisezeit für eine Japan Winterreise, insbesondere wenn du verschneite Landschaften und winterliche Feste erleben möchtest. Vor allem in der nördlichen Region wie Hokkaido findest du dichte Schneedecken, die für atemberaubende Winterlandschaften sorgen.

Ein Highlight und Hauptgrund, warum die Reiseroute im Februar ideal ist, ist das weltberühmte Sapporo Snow Festival. Dieses findet jedes Jahr für eine Woche in Hokkaido statt. Ich hatte in der Tōhoku-Region wenig Glück mit Schnee, weil es nicht kalt genug war. Sei also eventuell darauf vorbereitet, erst in Hokkaido viel Schnee zu Gesicht zu bekommen.

Auch die anderen Monate wie Dezember und Januar eignen sich gut, sind aber im Vergleich zum Februar eher trocken und Schnee fällt nur in den hohen Regionen.

🚄 Transport-Guide: JR East-South Hokkaido Rail Pass & Co.

Für die 14-tägige Winterreise durch Japan ist der JR East-South-Hokkaido-Rail-Pass eine hervorragende Alternative zum regulären JR-Pass, insbesondere da er für die Region Tōhoku und Hokkaido gilt. Der Pass ermöglicht es dir, kostengünstig und bequem durch den Nordosten Japans und bis nach Hokkaido zu reisen.

✅ Vorteile des Passes:

Kostenersparnis: Schon wenige Langstrecken wie Tokio–Sendai oder Aomori–Hakodate decken die Kosten des Passes.

Zeitersparnis: Es ist nicht notwendig, jedes Mal ein neues Ticket zu kaufen und sich die Preise rauszusuchen. Gehe einfach durch die bemannten Schranken und zeige dem Personal deinen Pass.

Sitzplatzreservierung: Die Reservierungen für die Shinkansen- und Limited-Express-Züge sind im Passpreis enthalten.

⭕ Nachteile des Passes:

Begrenzte Reisetage: Der Pass gilt nur für sechs aufeinanderfolgende Tage ab einem selbst gewählten Startdatum. Eine freie Wahl der Tage über einen längeren Zeitraum ist laut offizieller JR-East-Seite nicht möglich. Aktiviere ihn also am Tag, an dem du Tokio in Richtung Sendai verlässt.

Nicht für Öffis gültig: Der Pass ist nicht auf U-Bahnen, Straßenbahnen oder Bussen in Städten wie Tokio, Sapporo oder Hakodate gültig. Dafür brauchst du eine Suica/Pasmo-IC-Card (siehe unten).

💰 Was kostet der Pass?

Laut offizieller JR-East-Seite kostet der Pass aktuell 40.000 Yen für Erwachsene (ab 12 Jahre) für 6 Tage.

Der Pass lohnt sich vor allem für diejenigen, die in kurzer Zeit weite Strecken mit dem Shinkansen fahren. Hier eine aktualisierte Kostenübersicht für die Route (jetzt inklusive Asahikawa):

Start Ziel Preis
Bahnhof Tokio Bahnhof Sendai 11.210 Yen
Bahnhof Sendai Yamadera Station (Hin- & Rückweg) 1.720 Yen
Bahnhof Sendai Bahnhof Shin-Aomori 11.220 Yen
Bahnhof Shin-Aomori Bahnhof Shin-Hakodate-Hokuto 7.520 Yen
Bahnhof Shin-Hakodate-Hokuto Bahnhof Sapporo 9.440 Yen
Bahnhof Sapporo Bahnhof Asahikawa (Limited Express Kamui/Lilac) 5.440 Yen
Summe   46.550 Yen

Da der Pass 40.000 Yen kostet, sparst du gegenüber den Einzeltickets rund 6.550 Yen.

Wo kaufen? Regionale Pässe kannst du in der Regel an großen Bahnhöfen oder Flughäfen in JR-Büros erwerben und aktivieren, in Tokio z. B. an beiden Flughäfen oder am Bahnhof Shinjuku bzw. Tokio. Einige Pässe lassen sich auch vorab online kaufen (Klook) und müssen dann nur noch in Japan aktiviert werden.

🎫 Sitzplatzreservierungen für den Shinkansen

Für eine gemütliche Reise mit den Zügen empfiehlt es sich, die Shinkansen-Sitzplätze zu reservieren, da freie Plätze oftmals rar sind. Hier kannst du überall Sitzplätze reservieren:

Online-Reservierungen (bis zu einem Monat im Voraus)

Reservierungsticketmaschine (üblicherweise sind die Maschinen in der Farbe Blau)

JR Reservation Office (an jedem Bahnhof zu finden, aber oftmals lange Warteschlangen)

💳 IC-Card unterwegs

Für Busse, U-Bahnen und Nahverkehrszüge, die nicht über den Regionalpass laufen (z. B. in Sapporo, Hakodate oder für den Zaō-Onsen-Bus), brauchst du eine IC-Card wie Suica oder Pasmo. Diese funktionieren mittlerweile landesweit, auch in Hokkaido.

💡 Tipp für iPhone-Nutzer: Du kannst dir eine Suica direkt in der Apple-Wallet-App einrichten, noch bevor du in Japan bist – die Welcome-Suica-Variante in der App bleibt dort sogar 180 Tage gültig. Achtung beim Aufladen mit ausländischen Karten: Manche Visa-Karten funktionieren nicht, Mastercard oder American Express sind die verlässlichere Wahl.

✈️ Rückflug statt Rückfahrt?

Ein durchgehender Shinkansen von Hokkaido zurück nach Tokio existiert aktuell nicht (siehe „Wissenswertes“ oben). Die Zugfahrt zurück würde über Shin-Hakodate-Hokuto mehrere Stunden dauern. Von Asahikawa aus gibt es aber Direktflüge nach Tokio-Haneda, mit denen du in gut 1,5 bis 2 Stunden zurück bist. Das ist der Grund, warum ich am Ende der Route einen Rückflug statt einer Rückfahrt vorschlage (siehe Reiseroute unten).

🧳 Gepäck vorausschicken: der Takkyubin-Service

Bei einer Route mit so vielen Stopps lohnt sich der japanische Gepäck-Kurierdienst Takkyubin (auch Takuhaibin genannt) enorm: Du schickst deinen großen Koffer direkt von Hotel zu Hotel und reist selbst nur mit Handgepäck im Zug. Das ist deutlich entspannter, vor allem in vollen Zügen oder auf Treppen ohne Aufzug.

Ein großer Koffer (bis ca. 25 kg) kostet etwa 2.500–3.000 Yen, kleinere Koffer sind etwas günstiger. Meistens kommt dein Gepäck am nächsten Tag an. Gib es also spätestens am Vortag deiner Ankunft auf.

Aufgeben kannst du den Koffer an der Rezeption der meisten 3-Sterne-Hotels und aufwärts, an vielen 7-Eleven-Filialen (die mit Yamato Transport zusammenarbeiten, erkennbar am schwarzen Katzen-Logo) oder an Service-Schaltern in großen Bahnhöfen und Flughäfen. Für den Versand zum Flughafen am Ende deiner Reise plane mindestens 2 Tage Vorlauf ein und pack Wertsachen wie Laptop, Kamera oder Bargeld lieber ins Handgepäck statt in den Koffer.

Anreise nach Japan

✈️ Flugzeug

Von Deutschland gibt es in der Regel keinen Direktflug nach Osaka. Üblich ist ein Umstieg, zum Beispiel in Tokio, Doha, Istanbul, Helsinki oder auch innerdeutsch/europäisch, je nach Airline.

Direktflüge (ohne Zwischenstopp) dagegen gibt es meist nur nach Tokio (Haneda oder Narita) mit Lufthansa, ANA oder JAL. Rechne inklusive Umstieg mit gut 13–17 Stunden reiner Flugzeit.

Beginnst du deine Route wie in meinem Beitrag beschrieben in Osaka, landest du auf dem Kansai International Airport (KIX). Von dort kommst du in gut 30–75 Minuten mit Zug oder Bus in die Innenstadt.

Japans Winterreise: Reiseroute mit Highlights (14 Tage)

Tag 1–3: Tokio – Winterbeleuchtung in der Metropole

Der Start für die perfekte Winterreise durch Japan ist die Metropole Tokio, die pulsierende Hauptstadt des Landes. Viele der internationalen Flüge landen entweder in Tokios Haneda- oder Narita-Flughafen.

Tokio ist ein Schmelztiegel aus Tradition und Moderne. Wolkenkratzer wie der Tokyo Skytree bieten atemberaubende Ausblicke über die Stadt, während historische Viertel wie Asakusa mit dem Senso-ji-Tempel dich in die Vergangenheit versetzen.

Ein echtes Highlight in den Wintermonaten sind aber die Beleuchtungen der Stadt. Besonders in Vierteln wie Omotesando, Shinjuku oder Roppongi gibt es spektakuläre Lichtinstallationen, die dich in eine magische Atmosphäre tauchen.

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Tokyo Tower, Asakusa mit dem Senso-ji-Tempel, die Winterbeleuchtungen in Omotesando, Shinjuku und Roppongi.

🍜 Essen: Sushi, Ramen oder Monjayaki. Bei der Vielfalt Tokios lohnt sich Ausprobieren. Ich laufe gerne durch die Stadt und gehe in irgendein Café oder Restaurant.

🛏️ Übernachtungstipp: Andon Ryokan*

🔗 Weiterführende Blogbeiträge:

Tag 4–5: Sendai – Kultur und Natur in Tōhoku

Nachdem du Tokio genug erkundet hast, ist dein nächster Halt Sendai, das kulturelle Herz der Tōhoku-Region. Die Stadt ist deutlich ruhiger als Tokio, hat aber ihren unverwechselbaren Charme.

Sendai ist bekannt für seine geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten wie das Zuihoden-Mausoleum und die Burg Sendai. Und wenn du einen spektakulären Blick auf die Stadt genießen möchtest, solltest du unbedingt die AER Observation Terrace besuchen.

Nach einem Tag voller kultureller Highlights wirst du merken, warum Sendai oft als das „Tor zum Norden“ bezeichnet wird. Es ist der perfekte Einstieg in die winterliche Schönheit Tohokus (wenn das Wetter mitspielt).

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Zuihōden-Mausoleum, Burg Sendai, AER Observation Terrace.

🍜 Essen: Wenn du dich traust: Gyūtan (gegrillte Rinderzunge), die Spezialität Sendais.

🛏️ Übernachtungstipp: Daiwa Roynet Hotel Sendai Ichibanchou PREMIER*

Tag 6: Yamagata – Wandern im Winter

Yamagata ist ein Ort, an dem dich die ruhige, unberührte Natur Japans erwartet, und eignet sich besonders gut für einen Tagesausflug von Sendai aus. In Yamagata befindet sich der berühmte Ryushaku-ji, auch als Yamadera bekannt, ein Tempel, der majestätisch auf dem Berg thront.

Der Tempel ist ein ideales Ziel, um im Winter zu wandern. Der Aufstieg über die verschneiten Stufen ist etwas anstrengend und sollte mit gutem Equipment bestiegen werden. Belohnt wirst du oben dann mit einem faszinierenden Tempel mit herrlicher Aussicht. Selbst wenn es nebelig ist, hat der Tempel eine tolle Atmosphäre, lass dich also vom schlechten Wetter nicht abhalten.

Besonders schön ist die Stille, die dich hier umgibt. Sie lässt dich vollkommen in Japans spirituelle Seite eintauchen.

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Ryūshaku-ji

🍜 Essen: Perfekt bei kaltem Wetter ist das Yamagata-Imoni-Stew.

🛏️ Übernachtungstipp: Daiwa Roynet Hotel Sendai Ichibanchou PREMIER

Tag 7: Aomori – Winterzauber im hohen Norden

Aomori ist eine der nördlichsten Städte auf Japans Hauptinsel Honshu. Die Stadt ist besonders für ihr farbenprächtiges Sommerfestival und ihre Apfelernte bekannt. Die Winter dagegen sind hier besonders hart durch den kalten Meereswind.

Ein absolutes Muss in Aomori: das Nebuta-Museum WA RASSE, das die prachtvollen Festwagen des Sommerfestivals präsentiert. Im Winter entfaltet das Museum eine besondere Stimmung, die dich in die Geschichte und Kultur der Region eintauchen lässt.

Ein weiteres tolles Highlight ist die große Buddha-Statue „Shōwa Daibutsu“, die etwas außerhalb der Stadt mitten in der verschneiten Landschaft steht.

Die Stadt selbst hat eine ruhige, authentische Atmosphäre, die dich tief in den Alltag des ländlichen Japans eintauchen lässt. Nach einem Tag in der eisigen Kälte gibt es übrigens nichts Besseres, als sich mit einem heißen Apfeltee aufzuwärmen – Aomori ist schließlich berühmt für seine Äpfel!

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Nebuta-Museum WA RASSE, Shōwa Daibutsu.

🍜 Essen: Ein heißer Apfeltee zum Aufwärmen, Aomori ist berühmt für seine Äpfel.

🛏️ Übernachtungstipp: ReLabo Medical Spa & Stay*

Tag 8–9: Hakodate – historisches Hafenflair

Der nächste Halt auf deiner Reise führt dich nun auf Japans nördlichste Insel: Hokkaido. Oder genauer gesagt nach Hakodate, einer Hafenstadt mit europäischem Flair. Schon bei der Ankunft wirst du spüren, wie sich die Atmosphäre verändert – Hakodate fühlt sich mit seinen roten Backsteinlagern und historischen Gebäuden fast wie ein anderes Land an.

Ein Spaziergang entlang der Kanemori Red Brick Warehouses ist besonders stimmungsvoll. In der Umgebung findest du zahlreiche kleine Cafés und Geschäfte, die dich dazu einladen, zu bummeln oder lokale Spezialitäten zu probieren.

Ein weiteres Highlight ist das historische Viertel Motomachi, das den stärksten westlichen Einfluss hat und viele alte Kirchen und Gebäude umfasst. Abends solltest du dann unbedingt den Mount Hakodate besuchen, von dem aus du einen der eindrucksvollsten nächtlichen Ausblicke Japans genießen kannst.

Hakodate ist ein Ort, der mit seiner Mischung aus Geschichte und winterlichem Charme einfach unvergesslich ist.

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Kanemori Red Brick Warehouses, Viertel Motomachi, Mount Hakodate bei Nacht.

🍜 Essen: Frischer Fisch und Meeresfrüchte direkt am Hafen.

🛏️ Übernachtungstipp: OMO5 Hakodate*

Tag 10–11: Sapporo & Otaru – Schneefestival und Stadtleben

Sapporo, die Hauptstadt der Präfektur Hokkaido, ist berühmt für das weltbekannte Sapporo Snow Festival, das jedes Jahr im Februar stattfindet. Die riesigen Schneeskulpturen, die in der ganzen Stadt verteilt sind, machen dieses Festival zu einem wahren Highlight der Reise.

Doch auch abseits des Festivals hat die Hauptstadt viel zu bieten. Der Clock Tower und der Fernsehturm sind ikonische Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest. Wenn du auch noch Lust auf ein bisschen Geschichte hast, lohnt sich ein Besuch im Hokkaido University Museum.

Nach ein paar Tagen in Sapporo wirst du die Energie der Stadt, kombiniert mit der winterlichen Magie, noch lange in Erinnerung haben.

Otaru: Tagesausflug ab Sapporo: Mit dem Rapid-Zug bist du von Sapporo aus in ca. 30–45 Minuten in Otaru, bekannt für seinen historischen Kanal, Glaskunst-Werkstätten und frisches Sushi. Findet dein Besuch Anfang bis Mitte Februar statt, lohnt sich die Kombination mit dem Otaru Snow Light Path Festival. Dabei werden der Kanal und die Altstadt mit unzähligen Kerzen und Lichtern beleuchtet, meist zeitgleich mit dem Sapporo Snow Festival.

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Clock Tower, Fernsehturm, Hokkaido University Museum, die Schneeskulpturen des Sapporo Snow Festivals; optional der Otaru-Kanal mit Glaskunst und Snow Light Path Festival.

🍜 Essen: Sapporo-Miso-Ramen; in Otaru frisches Sushi direkt am Hafen.

🛏️ Übernachtungstipp: Untapped Hostel*

Tag 12–13: Asahikawa & Biei – magische Winterlandschaft zum Abschied

Von Sapporo geht es mit dem Limited Express Kamui oder Lilac in ca. 1,5 Stunden weiter nach Asahikawa, Hokkaidos zweitgrößter Stadt. Findet dein Besuch Anfang Februar statt, hast du großes Glück: Dann läuft hier das Asahikawa Winter Festival, Hokkaidos zweitgrößtes Schneefest nach dem in Sapporo. Am Asahibashi-Flussufer steht jedes Jahr eine riesige Hauptschneeskulptur, die zugleich als Bühne für Musik und Performances dient. Dazu gibt es Schneerutschen, Schneemobil-Fahrten, Pferdeschlitten und eine Ice-Bar. Entlang der knapp einen Kilometer langen Fußgängerzone Heiwa Dori sind abends rund 50 beleuchtete Eisskulpturen zu bestaunen. Genaues Datum für das Festival verschiebt sich jährlich.

Ein weiteres Muss für Ramen-Fans: das Asahikawa Ramen Village. Es handelt sich um einen kleinen „Themenpark“ mit mehreren der bekanntesten Ramen-Läden der Stadt unter einem Dach. Perfekt, um sich nach einem kalten Tag draußen mit einer heißen Schüssel Asahikawa-Shoyu-Ramen aufzuwärmen.

Von Asahikawa aus ist Biei nur ein kurzer Ausflug: Deine letzte Station vor der Rückreise ist Biei, eine malerische Region, die besonders im Winter wie eine Postkarte aussieht. Ein besonderes Highlight ist der Shirogane-Blue-Pond. In der Nähe findest du auch die Shirahige-Wasserfälle, die im Winter von Eiszapfen umrahmt sind. In Asahikawa kannst du im Asahikawa Tourism and Local Products Information Center (旭川観光物産情報センター) eine Bustour für Biei buchen.

🏯 Sehenswürdigkeiten des Tages: Asahikawa Winter Festival (Anfang Februar) mit Schneeskulpturen und Eisbar; in Biei der Shirogane Blue Pond und die Shirahige-Wasserfälle.

🍜 Essen: Asahikawa-Shoyu-Ramen im Asahikawa Ramen Village, mehrere bekannte Ramen-Läden unter einem Dach.

🛏️ Übernachtungstipp: 9 C Hotel Asahikawa

Tag 13–14: Rückreise über Tokio

Aktuell gibt es keinen durchgehenden Shinkansen von Hokkaido zurück nach Tokio. Daher empfiehlt sich für den Rückweg, einen Flug von Asahikawa nach Tokio-Haneda (ca. 1,5–2 Stunden) zu nehmen, statt der mehrstündigen Zugfahrt zurück über Shin-Hakodate-Hokuto.

Am letzten vollen Tag bist du dann wieder in Tokio: Dort kannst du entweder Mitbringsel für deine Familie und Freunde kaufen oder deine Eindrücke der Reise noch einmal durchleben, bevor am nächsten Tag dein internationaler Rückflug ansteht.


Hilfreiche Links

Tourismus

Visit Tokyo (offizielle Tourismus-Webseite)

Discover Sendai (offizielle Tourismus-Webseite)

Tohoku Kanko (offizielle Tourismus-Webseite)

Hakodate Travel (offizielle Tourismus-Webseite)

Sapporo Travel (offizielle Tourismus-Webseite)

Asahikawa Tourism (offizielle Tourismus-Webseite)


🏯 In diesem Beitrag

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