Okinawa in Japan wird oft als das japanische „Hawaii“ bezeichnet, und an einigen Stellen musste ich ehrlich gestehen, dass es sich wirklich so anfühlte, als wäre ich auf Hawaii und nicht in Japan. Dadurch wird deutlich, dass Okinawa seinen eigenen Rhythmus hat und eine andere Schönheit als die Hauptinsel besitzt.
Die Insel hat mir bei meinem ersten Besuch schon gefallen und nun, bei meiner zweiten Reise, hat sie mich einfach nur noch mehr verzaubert. Trotz der Hitze wäre ich gerne länger dort geblieben.
Der südlichste Ort in Japan ist ein faszinierendes kleines Inselparadies, das hiesige Touristen am liebsten im Sommer besuchen. In diesem Blogartikel erfährst du alles über meine Reiseroute für Okinawa in 6 Tagen und dazu noch Tipps und Infos über die Insel.
Wissenswertes & Infos über Okinawa in Japan
🗾 Okinawa liegt etwa 640 Kilometer südwestlich von der Hauptinsel Japans, Honshu.
🏝️ Die Präfektur erstreckt sich über eine lange Inselkette und umfasst Hauptinseln wie Okinawa-Honto (Naha), Miyako-jima und Ishigaki-jima.
⛩️ Okinawa war einst ein unabhängiges Königreich, bekannt als das Ryūkyū-Königreich, bevor es 1879 von Japan besetzt wurde.
💬 Die Insel hat ihre eigene Sprache, das sogenannte „Okinawisch“, aber Japanisch ist die Hauptsprache und aufgrund der amerikanischen Militärbasis wird auch Englisch verstanden und gesprochen.
🧑🦳 Die Menschen in Okinawa haben eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit und sind bekannt für ihre vielen hundertjährigen Einwohner. Das wird vor allem auf die gesunde Ernährung und den aktiven Lebensstil zurückgeführt.
Okinawa vs. japanische Hauptinsel: Was ist der Unterschied?
Wenn du Japan bereits kennst und erwartest, dass Okinawa sich genauso anfühlt wie Tokio, Kyoto oder Osaka, wirst du überrascht sein. Okinawa gehört zu Japan, ist aber komplett anders. Ein paar Dinge, die mich beim ersten Besuch überrascht haben:
⛩️ Kaum Tempel oder Schreine im klassischen Stil: Stattdessen prägen Ryūkyū-Architektur, chinesische Einflüsse und amerikanische Militärkultur das Stadtbild.
🥢 Das Essen ist deutlich fleischlastiger und würziger: viel Schweinefleisch, Spam, Taco Rice. Für Veganer und Vegetarier ist es auf der Hauptinsel schon schwierig, etwas zu finden. Auf Okinawa fühlt es sich nochmal etwas schwerer an.
🕒 Das Tempo ist hier gemächlicher: Okinawa hat eine eigene Lebensphilosophie: “Nankurunaisa”, es wird sich schon alles fügen. Die Einstellung spürst du hier wirklich sehr.
☀️ Das Wetter ist subtropisch: Das Klima ist komplett anders als auf der Hauptinsel. Der Herbst und Winter sind angenehm warm.
Wann ist die beste Reisezeit nach Okinawa?
Grundsätzlich hat Okinawa ein subtropisches Klima, was bedeutet, dass es das ganze Jahr über relativ mild ist. Deine Reisezeit hängt also stark von deinen persönlichen Plänen ab.
Ich war Ende Juni in Okinawa. Üblicherweise endet dann die Regenzeit und sonnige Tage werden zusammen mit der sommerlichen Hitze häufiger. Und glaub mir, die Hitze solltest du nicht unterschätzen. Ich hatte wirklich Glück mit dem Wetter, es war die ganze Zeit sonnig und insbesondere heiß. Die Temperaturen stiegen oft auf über 30 Grad Celsius. Dies ist jedoch die beste Zeit für einen Badeurlaub in Okinawa.
Wann kann man in Okinawa ins Meer?
Offiziell ist die Badesaison von April bis Oktober. Am faszinierendsten ist das Wasser zwischen Juni und September, dann ist es warm genug zum Baden und das Meer zeigt seine berühmten türkisblauen Farben. Außerhalb dieser Zeit kann es trotzdem angenehm sein, aber die Rettungsschwimmer sind dann nicht mehr vor Ort. Meide aber, wenn möglich, Mitte Mai bis Mitte Juni. In dieser Zeit fängt die Regensaison an und auch Taifune sind keine Seltenheit.
Anreise nach Okinawa
Nach Okinawa kommst du fast ausschließlich per Flugzeug. Von Tokio (Narita oder Haneda) dauert der Flug nach Naha etwa 2,5 bis 3 Stunden. Direktflüge gibt es auch aus Osaka, Nagoya und Fukuoka. Die Preise variieren je nach Buchungszeitpunkt stark. In der Hochsaison (Juli und August) solltest du frühzeitig buchen. Flüge und Hotels sind dann rasant ausgebucht.
Ich hatte für Ende Juni relativ Glück und fand kurzfristig einen preiswerten Flug und bin mit Peach Aviation nach Naha (Okinawa) geflogen. Aber Hotels und vor allem Mietwagen sind im Sommer extrem schnell vergriffen, buche daher 2–3 Monate vorher.
Öffentlicher Transit in Okinawa
Der öffentliche Transit in Okinawa ist gut entwickelt, unterscheidet sich aber in einigen Aspekten von dem auf der Hauptinsel Japans.
🚌 Busse
Das Busnetz in Okinawa ist ein wichtiger Teil der Fortbewegung auf der Insel und wird am häufigsten genutzt, um sich dort zu bewegen. Vor allem auf der Insel Naha ist das öffentliche Verkehrssystem hervorragend ausgebaut und verbindet viele Touristenattraktionen, Städte und Dörfer.
🚈 Monorail
In Naha, der Hauptstadt von Okinawa, gibt es eine Monorail-Linie, die als „Yui Rail“ bekannt ist. Sie verläuft zwischen Naha Airport und verschiedenen Stadtteilen in Naha. Dies ist eine schnelle und bequeme Möglichkeit, sich innerhalb von Naha zu bewegen.
🚗 Mietwagen
Viele Reisende, mich eingeschlossen, entscheiden sich dafür, sich ein Auto zu mieten, um Okinawa zu erkunden. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, und mit einem Mietwagen kannst du flexibel die Insel erkunden.
⛴️ Fähren
Da Okinawa aus einer Vielzahl von Inseln besteht, werden Fähren oft auch als Transportmittel zwischen ihnen genutzt, auch mit Autos.
🚖 Taxis
Taxis sind in Okinawa ebenfalls verfügbar, sind aber im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder Mietwagen deutlich teurer.
Budgetüberblick: Was kostet Okinawa in 6 Tagen?
Damit du besser planen kannst, hier eine grobe Übersicht meiner Ausgaben:
| Kategorie | Kosten (Yen) | Kosten (Euro ca.) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Unterkunft | 8.000–12.000 ¥ / Nacht | ca. 50–75 € / Nacht | Abhängig von Saison und Hotel; in der Hochsaison früh buchen |
| Essen | 2.000–4.000 ¥ / Tag | ca. 12–25 € / Tag | Günstig bis mittelmäßig; Izakayas und lokale Restaurants sind erschwinglich |
| Mietwagen (1 Tag) | 6.000–10.000 ¥ | ca. 37–62 € | Inkl. Versicherung; unbedingt im Voraus buchen |
| Fähre Naha–Zamami (Hin- & Rückfahrt) | 3.000–4.000 ¥ | ca. 19–25 € | Schnellfähre; online vorbuchen empfohlen |
| Eintrittsgelder | unter 500 ¥ pro Ort | ca. 0–3 € | Viele Sehenswürdigkeiten sind kostenlos oder sehr günstig |
| Öffentlicher Nahverkehr (Monorail, Bus) | 200–400 ¥ pro Fahrt | ca. 1–2,50 € | Ryukyu IC Card nutzen (keine Suica/PASMO!) |
| Gesamt (6 Tage, ohne Flug) | ca. 80.000–120.000 ¥ | ca. 500–750 € | Je nachdem wie komfortabel du reist |
6 Tage in Okinawa – Reiseroute und Sehenswürdigkeiten
Okinawa ist ein exotisches und aufregendes Reiseziel in Japan. Die Inseln bieten unendlich viele Strände, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten.
Welche Dinge du also als Erstes in Okinawa tun solltest, verrate ich dir in diesem Abschnitt. Ich finde, dass dieser Trip besonders gut für alle geeignet ist, die zum ersten Mal in Okinawa sind.
Tag 1 – Ankunft in Okinawa
Ich bin vom Narita-Airport aus nach Okinawa zur Hauptinsel Naha geflogen. Der Flug dauerte ungefähr 3 Stunden und so gegen Mittag bin ich in Naha gelandet.
Mittagessen im „Toraya“
Bei meiner Ankunft in Naha habe ich dann erst mal in der Nähe des Flughafens zu Mittag gegessen. Das „Toraya“ ist ein kleines Restaurant, das sich ganz auf die Zubereitung des traditionellen Okinawa-Gerichts „Okinawa Soba“ spezialisiert hat.
Das Essen war mega lecker und zudem noch supergünstig. Eine große Portion Okinawa-Soba mit Schweinebauch hat gerade mal nur 700 Yen (4,50 Euro) gekostet. Dazu noch ein leckeres Bier aus Okinawa, und der erste Tag dort fängt schon mal gut an.
Besucherinfos
Mo–So 11:00–16:30 Uhr
Öffnungszeiten
Dienstag
Geschlossene Tage
Fukushuen-Garten & Stadtviertel Matsuyama erkunden
Nach dem Mittagessen bin ich dann mit der Monorail zum Hotel gefahren und habe eingecheckt. Nachdem das erledigt war, habe ich ein wenig die Gegend erkundet, bevor es dann zum Fukushuen-Garten weiterging.
Der Fukushuen-Garten ist definitiv noch immer eine unterschätzte Sehenswürdigkeit in Okinawa. Obwohl der Garten im Zentrum von Naha liegt, sind hier kaum Besucher anzutreffen. Nachmittags hatte ich den ganzen Garten überwiegend für mich und konnte in Ruhe die Schönheit eines traditionellen chinesischen Gartens genießen.
Was viele nicht wissen: Der Garten wurde 1992 zum 10. Jahrestag der Städtepartnerschaft zwischen Naha und der chinesischen Stadt Fuzhou angelegt (und das sieht man auch). Die Architektur der Ming-Dynastie, die verschlungenen Teiche und die steinernen Brücken erinnern dich daran, wie eng Okinawa historisch mit China verwoben war. Das Ryūkyū-Königreich unterhielt über Jahrhunderte intensive Handelsbeziehungen nach China, und dieser Garten ist ein stilles Zeugnis davon.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–21:00 Uhr
Öffnungszeiten
Mittwoch
Geschlossene Tage
¥ 200 Erwachsene
Eintritt
Schwimmen am Naminoue-Strand
Bevor die Sonne aber komplett verschwand, wollte ich auf alle Fälle noch am Strand den Sonnenuntergang betrachten und etwas im Meer schwimmen. Deswegen bin ich gleich nach dem Garten zum Naminoue-Strand gegangen.
Der Strand liegt genau wie der Garten im Zentrum von Naha und ist für Einheimische und Touristen ein absoluter Lieblingsort zum Baden. Hier laufen auch viele Katzen durch die Gegend, die ich natürlich streicheln musste. Der einzige Makel hier ist die Autobahn direkt vor dem Strand.
Besucherinfos
Mo–So 9:00–18:00 Uhr (Rettungsschwimmer vor Ort)
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Japanisches BBQ im Yakiniku King
Zum Abendessen gab es dann japanisches All-you-can-eat-BBQ im Yakiniku King. Mit einer riesigen Auswahl an Schweine-, Rind- & Hühnerfleisch konnte ich mich hier so richtig den Bauch vollschlagen. Vor allem die Soßen hier zum Dippen haben es mir mega angetan, und ich konnte davon nicht genug bekommen.
Besucherinfos
Mo–Fr 17:00–0:00 Uhr
Sa–So 11:00–0:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Kokusai-Dori-Shopping-Street
Danach ging es dann noch die berühmte Kokusai-Dori-Street entlang. Die Straße bietet zahlreiche Restaurants und Souvenirläden. Vor allem Touristen sind hier gerne unterwegs.
Als Nachtisch habe ich mir dann ein Eis von der Eisdiele Blue Seal geholt. Die Eisdiele wurde in Okinawa nach der Kriegszeit gegründet und ist mittlerweile eine der berühmtesten Eisketten Japans. Von normalen bis merkwürdigen Eissorten gibt es alles.
Besucherinfos Blue Seal
Mo–So 10:00–22:30 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Tag 2 – Ausflug nach Zamami-jima
Am zweiten Tag habe ich mir einen Ausflug zu einer der vielen kleinen Inseln rund um Naha angeschaut.
Ticket für die Fähre kaufen
Die Tickets für die Fähren zu einer der Inseln können entweder am Hafen am Ticketschalter gekauft oder online reserviert werden. Da die Plätze jedoch schnell ausgebucht sind, besonders morgens, ist eine vorherige Reservierung am sinnvollsten.
Da ich das zuerst nicht wusste, habe ich nur noch einen Platz auf der 10:00-Uhr-Fähre nach Zamami-jima bekommen. Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden, also war ich mittags dort.
💡 Mein Tipp: Wenn du empfindlich auf Wellenbewegungen reagierst, nimm auf der Fähre nach Zamami-jima lieber ein Mittel gegen Seekrankheit mit. Auf der Rückfahrt bin ich leider seekrank geworden. Bei rauer See kann die 2-stündige Überfahrt ziemlich ungemütlich werden.
Mittagessen im Sabaidee-Café
Da ich schon etwas Hunger hatte, bin ich zum Sabaidee-Café gegangen. Das Café ist vor allem für seine frischen Smoothies auf der Insel beliebt. Ich habe mir ein Hühnerschinken-Sandwich und dazu noch den Matcha-Banane-Milch-Smoothie bestellt. Beides hat hervorragend geschmeckt, aber der Smoothie war definitiv am leckersten.
Besucherinfos
Mo–So 8:30–15:30 Uhr
Öffnungszeiten
Vorübergehend geschlossen
Geschlossene Tage
Furuzamami-Strand
Danach ging es dann endlich zum Furuzamami-Strand, wo ich bis zur Abfahrt der Fähre die Zeit verbracht habe. Das Wasser war sehr klar und hatte eine türkisfarbene Farbe. Ich hatte eigentlich erwartet, dass der Strand eher voll sein würde, da er einer der bekanntesten ist. Zum Glück habe ich mich getäuscht; er war zwar nicht komplett leer, aber auch nicht überfüllt. Ich konnte dort in Ruhe schwimmen und den Strand erkunden.
Wer auf der Insel nicht übernachten will oder kann, muss leider wie ich die letzte Fähre um 16:00 Uhr nehmen. Ich wurde auf der Rückfahrt etwas seekrank und habe mich dann den restlichen Abend in meinem Hotelzimmer ausgeruht. Also plane etwas Zeit für Erholung danach ein und such dir ein Restaurant in der Nähe aus.
💡 Mein Tipp: Wenn du es einrichten kannst, übernachte eine Nacht auf Zamami-jima. Dann hast du die Möglichkeit, die Insel noch etwas mehr zu erkunden, und musst nicht zur letzten Fähre hetzen.
Besucherinfos
Mo–So 8:30–17:30 Uhr (Rettungsschwimmer vor Ort)
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Tag 3 – Sehenswürdigkeiten in Naha
Nachdem es mir am nächsten Morgen besser ging, konnte ich endlich mit meiner Sightseeing-Tour in Naha beginnen.
Frühstück im Better Girl
Da ich am Vorabend nichts gegessen hatte, wollte ich mir ein richtig tolles Frühstück gönnen und ging deshalb ins All-Day-Breakfast-Restaurant „Better Girl“. Das Restaurant bietet verschiedene Frühstücksgerichte aus unterschiedlichen Ländern.
Ich bestellte das nordafrikanische Gericht Shakshuka und war einfach nur begeistert! Die pochierten Eier mit der Tomatensauce und dem Gemüse passten perfekt zusammen, und die Gewürze intensivierten den Geschmack noch weiter.
Besucherinfos
Mo–So 7:00–14:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Zuisen-Brennerei
Gestärkt vom Frühstück fuhr ich als Nächstes zur Zuisen-Brennerei. Hier wird der lokale Alkohol Awamori hergestellt, der nirgendwo anders in Japan produziert wird. Awamori war lange Zeit in Vergessenheit geraten, ist aber wieder auf dem Vormarsch.
Besucher können eine kostenlose Tour durch die Brennerei machen, die aus einem kurzen Video und einer kurzen Führung (nur Japanisch) durch das Gebäude besteht. Am Ende durfte ich sogar ein paar Schlücke vom Awamori probieren und auch das war kostenlos.
Besucherinfos
Mo–Fr 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
Sonntag
Geschlossene Tage
¥ kostenlos
Eintritt
Burg Shuri
Da die Burg Shuri gleich in der Nähe der Brennerei lag, war sie mein nächstes Ziel. Leider wurde das Hauptgebäude der Burg 2019 durch einen Brand zerstört. Die Wiedereröffnung war ursprünglich für 2026 geplant. Es lohnt sich, vor dem Besuch den aktuellen Stand zu prüfen. Dennoch ist das Gelände riesengroß und beinhaltet einen Park, den ich besichtigen konnte. Die Burg liegt auf einem Hügel, was einen herrlichen Blick auf die Stadt ermöglicht.
Burg Shuri war über Jahrhunderte das politische und kulturelle Zentrum des Ryūkyū-Königreichs. Die charakteristischen roten Torbögen und die Mischung aus japanischer und chinesischer Architektur spiegeln genau die Mittlerrolle wider, die Okinawa historisch einnahm: zwischen zwei bedeutenden Mächten, aber immer eigen. Selbst in der reduzierten Form, die heute zu besichtigen ist, spürt man etwas von dieser Geschichte.
Nach der Besichtigung habe ich mir an einem Souvenirstand ein Blue-Seal-Softeis gekauft.
Besucherinfos
Mo–So 8:30–18:30 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
¥ 400
Eintritt
Tsuboya Yachimun Street
Danach fuhr ich mit der Monorail zur malerischen Tsuboya Yachimun Street, die für ihre Töpferei berühmt ist und als der beste Ort in Naha gilt, um Töpferwaren und Porzellan zu kaufen. Hier verkaufen lokale Handwerker ihre Waren, darunter einige einzigartige Stücke.
Besonders der Laden „Utsuwa“ hat mir gefallen, und ich konnte nicht widerstehen, mir ein paar Kleinigkeiten zu kaufen.
Besucherinfos
Mo–So 10:00–18:30 Uhr
Öffnungszeiten
je nach Geschäft unterschiedlich
Geschlossene Tage
Mittagessen im „The Tacorice House“
Nachdem ich meine neuen Lieblingsstücke hatte, war es Zeit für das Mittagessen. Eine weitere lokale Spezialität in Okinawa ist Tacoreis. Das mag sich seltsam anhören, ist aber sehr lecker und fast überall erhältlich.
Normalerweise besteht das Gericht aus Reis, gebratenem Hackfleisch, Salat, Tomaten und geriebenem Käse. Natürlich gibt es noch viele weitere Toppings, aber das Grundgericht ist sozusagen der Standard.
Besucherinfos
Mo–So 9:30–15:30 Uhr & 16:30–22:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Seitenstraßen der Kokusai-Dori-Shopping-Street
Obwohl ich mir die Kokusai-Dori-Street bereits am ersten Tag angesehen hatte, wollte ich trotzdem noch einmal die Seitenstraßen erkunden und dort mehr lokale Händler besuchen.
In den Seitenstraßen gibt es deutlich weniger Touristen und mehr Einheimische, die ihre täglichen Einkäufe erledigen. Das Entdecken von einzigartigen Geschäften macht mir wirklich besonders viel Spaß.
Besucherinfos
Mo–So 9:30–22:00 Uhr
Öffnungszeiten
je nach Geschäft unterschiedlich
Geschlossene Tage
Naminoue-Schrein und Strand
Da das Wetter an diesem Tag wunderbar war, beschloss ich, erneut zum Naminoue-Strand zu gehen und bis zum Abendessen zu baden. Übrigens befindet sich gleich neben dem Strand der Naminoue-Schrein. Da der Schrein auf einer hohen Klippe liegt, hat man einen Blick auf den Strand und das Meer. Ursprünglich war der Schrein ein heiliger Ort der einheimischen Ryukyuan-Religion.
Der Naminoue-Schrein ist einer der bedeutendsten Schreine Okinawas und ursprünglich ein heiliger Ort der einheimischen Ryūkyū-Religion. Dass er direkt über dem Meer thront, ist kein Zufall: Wasser und Küstenlinien spielten in der spirituellen Welt der Ryūkyū-Bevölkerung eine zentrale Rolle. Im Gegensatz zu den meisten Schreinen auf der japanischen Hauptinsel, die dem Shinto folgen, hat dieser hier seine eigenen, älteren Wurzeln.
Besucherinfos Naminoue Schrein
Mo–So 9:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Abendessen im Izakaya Shiibun
Zum Abschluss gab es dann im Izakaya Shiibun lokale Okinawa-Spezialitäten wie gebratenen Reis mit Spam-Fleisch und Okinawa-Yakisoba. Da das Izakaya-Restaurant nur von Einheimischen besucht wird, gab es leider kein englisches Menü, aber mit Google Translate kam ich gut zurecht.
Das Essen dort war sehr lecker und stark von der normalen japanischen Küche beeinflusst, aber man konnte definitiv den lokalen Einfluss der Menschen aus Okinawa spüren.
Besucherinfos Naminoue Schrein
Mo–So 18:00–23:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Tag 4 – Ta-taki-Wasserfall und Kouri-jima
Am vierten Tag habe ich mir ein Auto gemietet, um den Norden von Okinawa zu erkunden.
Auto mieten in Okinawa
Da ich schönes Wetter für diesen Tag haben wollte, habe ich das Auto nicht im Voraus gemietet, sondern erst am Tag zuvor. Das stellte sich in der Hochsaison als ziemlich schwierig heraus, insbesondere für ausländische Touristen, die kein Japanisch sprechen.
Da alle japanischen Autovermieter (die auf Englisch verfügbar waren) vollständig ausgebucht waren, setzte ich meine Suche auf Japanisch fort und hatte schließlich Glück, bei Bananas Car Rental ein Auto zu finden.
Für genauere Informationen über Mietwagen in Japan kannst du dir meinen Beitrag durchlesen:
💡 Mein Tipp: Mietwagen in Okinawa, besonders in der Sommerferienzeit, immer so früh wie möglich buchen, am besten direkt mit Flug und Hotel zusammen. Wer kurzfristig buchen will, sollte japanischsprachige Anbieter nicht vergessen. Nützliche Vermieter: Orix Rental Car, Times Car Rental und Banana Car Rental.
Wandern zum Ta-taki-Wasserfall
Heute wollte ich ein etwas abenteuerliches Erlebnis haben, deshalb fuhr ich mit dem Auto zu den Taki-Wasserfällen im Norden von Naha. Dort konnte ich eine Wanderung durch den Fluss bis zu den Wasserfällen unternehmen.
Der Weg war faszinierend, und an einigen Stellen musste man klettern, was mir enormen Spaß gemacht hat. Am Wasserfall war es erlaubt, im Wasser zu schwimmen. Das Wasser war sauber, und nur in der Mitte war es etwas tiefer.
Das Schwimmen fühlte sich großartig an, da die Temperaturen im Wald kühler waren und es kein Salzwasser gab.
Nach etwa einer Stunde machte ich mich auf den Rückweg, um etwas zu Mittag zu essen.
💡 Mein Tipp: Ich hatte für die Wanderung Wasserschuhe. Wenn du keine hast, kannst du bei dem Parkplatz welche mieten.
Besucherinfos
Mo–Fr 8:00–16:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine (außer bei schlechtem Wetter)
Geschlossene Tage
¥ 500 Yen Parkgebühren für 2 Std.
Eintritt
Burger im DRIVE-IN Rikarikawaraumi
Zum Mittagessen fuhr ich zum Fast-Food-Restaurant DRIVE IN Rikarikawaraumi. Dort bestellte ich mir den Tropical-Burger mit Pommes und einem Getränk. Obwohl es bewölkt war, hatte ich immer noch einen fantastischen Blick auf die kleinen Inseln und das wunderschöne Meer.
Besucherinfos
Mo–So 10:00–17:00 Uhr
Öffnungszeiten
Freitag
Geschlossene Tage
Kouri-Bridge-Viewpoint
Bevor ich zur Kouri-Insel fuhr, machte ich einen kurzen Halt auf der Aussichtsplattform, um die sehr lange und beeindruckende Brücke zur Kouri-Insel zu betrachten.
Der Aussichtspunkt und die Brücke sind ziemlich berühmt, da es (bei schönem Wetter) so aussieht, als würden die Autos über das türkisfarbene Wasser fahren.
Kōrijima erkunden
Auf der Kouri-Insel gibt es verschiedene kleinere Sehenswürdigkeiten wie den Kouri-Ocean-Tower oder tolle Badestrände. Da meine Zeit jedoch knapp wurde, konnte ich nur die Heart-Rock-Felsen am Strand besichtigen.
Der Strand war im Vergleich zu anderen Orten etwas belebter, aber es herrschte ein stetiges Kommen und Gehen, sodass sich die Menschenmassen nicht stark ansammelten. Nach einer halben Stunde machte ich mich auf den Rückweg nach Naha.
💡 Mein Tipp: Plane für Kouri-jima mehr Zeit ein als ich. Der Kouri Ocean Tower lohnt sich für den Ausblick, und der Strand Tokei-Beach im Norden der Insel ist weniger überlaufen als der Hauptstrand bei den Heart Rocks. Wer wirklich ins Blaue eintauchen will: Hier stimmt die Kulisse.
Abendessen im 4KLETT
Nachdem ich das Auto zurückgegeben hatte, kehrte ich kurz ins Hotel zurück, um mich frisch zu machen und mich für das Abendessen umzuziehen. Da das Restaurant etwas schicker war als die anderen, wollte ich nicht in Shorts und Badeanzug auftauchen.
Das 4KLETT ist ein stilvolles Restaurant, das italienische Gerichte serviert. Besonders bei Frauen ist das Restaurant beliebt. Das Besondere am 4KLETT ist jedoch die Eingangstür, die wie ein Verkaufsautomat aussieht.
Da das Restaurant oft ausgebucht ist, empfiehlt es sich, im Voraus zu reservieren.
Besucherinfos
Di–Sa 12:00–15:00 Uhr & 18:00–23:00 Uhr
Öffnungszeiten
Sonntag & Montag
Geschlossene Tage
Tag 5 – American Village und Araha-Strand
Am fünften Tag meiner Reise nach Okinawa wollte ich unbedingt das American Village besichtigen. Daher nahm ich den öffentlichen Bus dorthin.
American Village
Da sich in Okinawa eine amerikanische Militärbasis befindet, ist der Einfluss der US-Kultur auf Okinawa spürbar, was ich persönlich sehr interessant fand.
Der Sammelpunkt für Amerikaner in Okinawa ist das American Village. Dieser Komplex ist ein Unterhaltungsbereich, der bei vielen Amerikanern in der Nähe ein nostalgisches Heimatgefühl weckt.
Persönlich hielt ich es etwas für zu kitschig und konnte dem Ort nicht allzu viel abgewinnen. Dennoch verbrachte ich einige Zeit dort und aß zu Mittag. Nach einer Weile wurde es mir dort etwas langweilig, daher begab ich mich zum Araha-Strand und entspannte dort bis zum frühen Abend.
💡 Mein Tipp: Das American Village ist ein nettes Ausflugsziel für einen halben Tag, mehr aber nicht. Wer an amerikanischer Militärgeschichte oder dem kulturellen Einfluss der USA auf Okinawa interessiert ist, findet hier spannende Facetten. Wer nur „Japan“ erleben will, ist an anderen Orten besser aufgehoben.
Besucherinfos
Mo–So 10:00–22:00 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Abendessen im Izakaya „Rioji“
Mein letztes Abendessen in Okinawa wollte ich unbedingt wieder in einem Izakaya genießen, da mir das Essen dort besonders gut geschmeckt hatte. Diesmal landete ich zufällig im Izakaya Rioji.
Die Atmosphäre dort fand ich großartig, und ich konnte mich sogar ein wenig mit den Köchen unterhalten. Sie gaben mir einige Tipps für meinen nächsten Besuch in Okinawa. Das Essen war sehr lecker, und es gab viele lokale Spezialitäten.
Besucherinfos
Mo–So 17:00–23:30 Uhr
Öffnungszeiten
keine
Geschlossene Tage
Jazzbar „Under Current“
Da ich noch nicht direkt ins Hotel zurückkehren wollte, besuchte ich die Jazzbar „Under Current“. Der Besitzer war ein leidenschaftlicher Jazzliebhaber und spielte selbst ein Instrument. In dieser Bar darf jeder auftreten und gemeinsam mit anderen Musik machen.
Besucherinfos
Mo–Sa 20:00–1:00 Uhr
Öffnungszeiten
Sonntag & Mittwoch
Geschlossene Tage
Tag 6 – Abreise aus Okinawa
Am letzten Tag kehrte ich dann am frühen Vormittag mit dem Flugzeug nach Tokio zurück und fuhr von dort aus mit dem Bus nach Kōfu.
Und damit war mein zweiter Okinawa-Besuch offiziell zu Ende. Okinawa hat mich, ehrlich gesagt, noch mehr begeistert als beim ersten Mal. Die Mischung aus tropischen Stränden, Ryūkyū-Geschichte und dieser unvergleichlichen Insel-Langsamkeit ist etwas, das man nirgendwo sonst in Japan so findet. Die Hitze war manchmal brutal, aber ich würde sofort wieder hinfahren.
Übernachtung in Okinawa
Das Übernachten in Okinawa ist leider teuer. Die Preise beginnen oft erst bei 50 Euro oder mehr, insbesondere in der Hochsaison. Es gibt zwar auch einige Hostels, die günstige Betten anbieten, da ich aber kein Fan davon bin, entschied ich mich dagegen.
Meine Empfehlung ist, ein Hotel im Zentrum von Naha zu buchen, damit du die Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß oder mit der Monorail erreichen kannst.
Mein Hotel: Little Island Okinawa Matsuyama
Nach einer etwas längeren und aufwändigen Suche nach einem guten Hotel entschied ich mich für das Hotel Little Island Okinawa Matsuyama*.
Das Hotel liegt in der Nähe des Fukushuen-Gartens und des Naminoue-Strands. Die Monorail-Station war ebenfalls nicht weit entfernt und somit leicht zu erreichen.
Mein Zimmer war geräumig und komfortabel ausgestattet. Es verfügte über eine kleine Küche, eine Waschmaschine, einen Trockner und natürlich ein eigenes Badezimmer. Ich war sehr zufrieden mit meinem Zimmer und alles war makellos sauber.
Der einzige Nachteil des Hotels waren der Check-in und die Rezeption. Die Eingangstür war komplett verschlossen, und es gab keine Klingel. Trotz Einhaltung der Check-in-Zeit musste ich darauf warten, dass jemand das Gebäude verließ, um hineinzukommen.
Fazit: Alles in allem war das Hotel ein Glücksgriff wegen Lage und Preis, mehr aber auch nicht. Buchst du 2–3 Monate im Voraus, findest du bestimmt bessere Hotels.
🛏️ Weitere Hotels für Okinawa
Sagt dir das Hotel nicht zu oder ist es vielleicht ausgebucht? Dann habe ich hier noch ein paar andere Hotels für dich rausgesucht:
Für den kleineren Geldbeutel
Für den mittleren Geldbeutel
Für den großen Geldbeutel


4 Kommentare
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der Dir wirklich sehr gut gelungen ist.
Ich würde gerne mit meiner Familie (Kinder: 2,5 Jahre und 1/2 Jahre) nächstes Jahr im Juni 3 Wochen in Okinawa verbringen.
Weißt Du zufällig ob da das Wetter stabil ist?
Die Meinungen bezüglich Regenzeit etc. gehen stark auseinander gehen.
Ist Okinawa leicht bereisbar mit Kindern?
Danke für deine Rückmeldung.
gruss Maria
Hallo Maria,
Danke für deinen Kommentar.☺️
Der Juni gehört definitiv zu den Sommermonaten in Okinawa. Das heißt die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und es fühlt sich heißer an als es ist. In dem Monat tendiert es auch mehr wolkig zu sein aber das heißt nicht das es immer regnet.
Ich persönlich habe keine Erfahrung wie es ist mit Kindern zu reisen, aber ich habe viele Familien in Okinawa gesehen. Für mehr Informationen darüber kann ich dir die Bloggerin von thetokyochapter empfehlen. In ihrem Blog schreibt sie über Reisen in Japan mit Kindern, dort wirst du bestimmt fündig.
Liebe Grüße
Katharina
Wir bereiten uns gerade auf unsere Okinawa Reise im Juni vor, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Jetzt freue ich mich noch mehr auf die Reise. 🤗
Hallo Sandra,
Danke für deinen Kommentar! Ich hoffe du hast eine tolle Zeit in Okinawa. ☺️ Die Menschen und Natur dort sind einfach einzigartig.