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Kobe entdecken: Meine 11 Highlights für Japans charmante Hafenstadt

Kobe ist eine Hafenstadt, in der sich alles trifft, was du in Japan nicht erwarten würdest. Europäische Fachwerkhäuser stehen am Berghang, unten am Wasser liegt eine der drei größten Chinatowns des Landes, und dazwischen kam über den Hafen der Jazz nach Japan. Seit sich Kobe 1868 für den Außenhandel öffnete, haben Händler, Diplomaten und Migranten aus Europa, Amerika und China ihre Spuren hinterlassen. Am deutlichsten in Kitano-cho und in Nankinmachi, der Chinatown.

Und dann sind da noch die Berge. Kobe klemmt auf einem schmalen Streifen zwischen dem Seto-Binnenmeer und den Rokko-Bergen, und diese Enge macht die Stadt aus. Vom Hafen bis zu den Villen in Kitano-cho brauchst du zwanzig Minuten zu Fuß und ordentlich Puste. Dann ist fünf Minuten hinter dem Shinkansen-Bahnhof ein 43 Meter hoher Wasserfall im Wald. So nah liegt hier alles beieinander.

Ich war dreimal in Kobe, im Juni 2017, im April 2019 und im Februar 2023. Jedes Mal nur für einen Tag, und jedes Mal habe ich etwas entdeckt, das ich vorher übersehen hatte. Hier sind meine 11 Highlights für Kobe, dazu alle Infos zu Anreise, Preisen und der besten Reisezeit.

Kobe im Überblick – Wissenswertes & Tipps

🌊 Kobe liegt eingeklemmt zwischen dem Seto-Binnenmeer und den Rokko-Bergen. Der Streifen Land dazwischen ist so schmal, dass die Stadt in die Höhe gewachsen ist. Vom Hafen bis zu den westlichen Villen in Kitano-cho läuft man zwanzig Minuten und steigt dabei ordentlich Höhenmeter.

🏙️ Rund 1,5 Millionen Einwohner leben in Kobe, das damit zu den größten Städten Japans zählt. Viele Guides schreiben noch „sechstgrößte Stadt“, das stimmt seit 2019 nicht mehr: Kawasaki hat Kobe überholt.

⚓ Der Hafen öffnete sich am 1. Januar 1868 für den Außenhandel. Damit begann Kobes Aufstieg zur internationalen Stadt. Die Ausländersiedlung am Hafen und das Viertel Kitano wurden zum Zuhause europäischer und amerikanischer Händler.

🎷 Der Jazz kam über den Hafen nach Japan, und Kobe hat ihn nie losgelassen. In keiner anderen japanischen Stadt ist die Szene so verwurzelt. Seit 1981 findet jeden Oktober das Festival „Kobe Jazz Street“ in Jazzclubs und Hotels der Stadt statt.

☕ Auch die japanische Kaffeekultur hat hier ihre Wurzeln. 1933 eröffnete Tadao Ueshima in Kobe einen Laden für westliche Lebensmittel, probierte dort seinen ersten Kaffee und widmete ihm den Rest seines Lebens. Heute gilt er als Vater des japanischen Kaffees. Seine Firma UCC erfand 1969 den Dosenkaffee, den du in jedem japanischen Automaten findest.

🥩 „Kobe Beef“ ist keine Beschreibung, sondern ein geschütztes Siegel. Es muss Fleisch von Tajima-Rindern aus der Präfektur Hyōgo sein, das strenge Kriterien erfüllt. Nicht jedes Rindfleisch, das in Kobe serviert wird, ist echtes Kobe-Beef. Mehr dazu weiter unten.

🕯️ Am 17. Januar 1995 um 5:46 Uhr erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,3 die Region. In Kobe starben 4.571 Menschen, insgesamt forderte das Hanshin-Awaji-Beben 6.434 Todesopfer. Die Stadt versteckt das nicht, sondern hat mehrere Gedenkorte geschaffen. Auch die Luminarie und das Laternenfest in Chinatown gehen darauf zurück.

⛩️ Der Ikuta-Schrein mitten in der Innenstadt gehört zu den ältesten Schreinen Japans. Der Nihon Shoki nennt das Jahr 201 als Gründungsdatum. Und die Stadt verdankt ihm ihren Namen: „Kobe“ leitet sich von „kanbe“ ab, der Bezeichnung für die Familien, die den Schrein einst versorgten.

Wann ist die beste Zeit für Kobe in Japan?

Ich war in Kobe bereits im Juni, April und Februar dort, und alle drei Besuche hätten unterschiedlicher kaum sein können.

Der Juni war schwül und regnerisch. Für die Wasserfälle allerdings perfekt: Im Wald war es kühler, und der Fluss führte Wasser. Für Sightseeing in der Stadt allerdings eher nicht so.

Der April ist meine klare Empfehlung. Ich war am 1. April 2019 oben im Herb Garden, und da blühten Tulpen, während unten in der Stadt die Kirschblüte anfing. Die Kombination aus Blütenmeer und Meerblick bekommst du sonst nirgends.

Der Februar dagegen war kalt, etwas kalt, dafür aber trocken und die Sonne schien. Auch wenn in diesem Monat nichts blüht, ist es für Sightseeing sehr angenehm.

Die wichtigsten Events in Kobe

👘 Kobe Bon Odori (Mitte August): Ein klassisches Sommer-Matsuri mit traditioneller Musik und Tänzen.

🎆  Minato HANABI (Oktober): Das Feuerwerk am Hafen. Es hieß früher anders und fand im Sommer statt; seit 2022 läuft es im Herbst an fünf aufeinanderfolgenden Abenden im Merikenpark. 2026 vom 19. bis 23. Oktober, jeweils gegen 18:30 Uhr für etwa zwanzig Minuten. Der Eintritt ist frei. Kobes Feuerwerkstradition geht bis 1971 zurück. Die Termine schwanken jährlich, also vorher auf der offiziellen Seite prüfen.

🏮 Nankinmachi Lantern Fair (Anfang bis 25. Dezember): Über 400 chinesische Laternen leuchten in Chinatown, täglich von etwa 16 bis 22 Uhr, kostenlos. Was viele nicht wissen: Das Fest gibt es seit 1996 und es entstand als Antwort auf die Dunkelheit nach dem Erdbeben. Die Laternen tragen das umgedrehte Schriftzeichen 福 (fu), das in chinesischer Tradition ankommendes Glück bedeutet.

✨ Kobe Luminarie (Ende Januar bis Anfang Februar): Das größte Event der Stadt. Die Luminarie wurde 1995 als Gedenken an die Erdbebenopfer geschaffen, von einem japanischen und einem italienischen Künstler. Über 3,5 Millionen Menschen kommen jedes Jahr. Zwei wichtige Änderungen, die viele deutsche Blogs noch nicht haben: Die Luminarie findet seit 2024 nicht mehr im Dezember statt, sondern in der zweiten Januarhälfte (2026: 30. Januar bis 8. Februar). Und sie ist inzwischen kostenpflichtig. Vorverkauf online oder im Konbini: 500 ¥ werktags, 750 ¥ am Wochenende. Am selben Tag, wenn überhaupt noch verfügbar: 1.000 bzw. 1.500 ¥. Die Installationen verteilen sich mittlerweile auf drei Orte: den Higashi Yuenchi Park, die ehemalige Ausländersiedlung und den Meriken Park.

💫 Nankinmachi Spring Festival (chinesisches Neujahr, Februar): Nicht zu verwechseln mit der Laternenzeit im Dezember. Das ist ein eigenes Fest mit Löwen- und Drachentanz, Tai Chi und Maskenwechsel-Shows. 2026 fand es am 17. und vom 21. bis 23. Februar statt. Die Termine folgen dem Mondkalender und sind nicht durchgehend.

Wie viel Zeit brauche ich für Kobe?

Kobe ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge von Osaka oder Kyoto aus. Und genau da liegt der Fehler, den ich selbst dreimal gemacht habe.

Ich war jedes Mal nur einen Tag dort. Beim ersten Besuch 2017 habe ich Wasserfälle, Kitano, Soraku-en, Chinatown und den Port Tower an einem Tag abgehakt. Das ist machbar, aber es ist Abhaken, kein Erleben. Beim zweiten Mal habe ich weniger geschafft und mehr gesehen. Beim dritten Mal habe ich mich auf drei Dinge beschränkt und den Tag zum ersten Mal genossen.

Meine Empfehlung nach drei Anläufen: mindestens zwei Tage, um entspannt dir alles anzuschauen und dir auch ruhige Momente zu gönnen. Möchtest du dir auch Arima Onsen anschauen, sind drei Tage besser.

2 Tage Reiseroute für Kobe

Tag 1: Vormittags sich das Erdbebenmuseum anschauen, dann rüber nach Shin-Kobe, Wanderung zu den Nunobiki-Wasserfällen, hoch zum Herb Garden, abwärts durch Kitano-cho.

Tag 2: Soraku-en gleich als Erstes für Stille und Frieden, als Nächstes Chinatown, nachmittags dann den Hafen erkunden, abends den Port Tower mit toller Aussicht auf die Stadt und zum Schluss eine Jazzbar.

Herb Garden und Kitano gehören unbedingt an denselben Tag, sie liegen praktisch übereinander.

Anreise nach Kobe

🚃 Von Osaka aus

Mit Japan Railways (JR): Schnellzüge (JR special rapid) fahren täglich zwischen dem Bahnhof Osaka und Kobes Bahnhof Sannomiya. Die Fahrt dauert 20 Minuten und kostet 450 Yen und ist im Japan-Rail-Pass inbegriffen.

Mit Hankyu Railway: Expresszüge (Limited Express) von Hankyu Railway fahren regelmäßig von Osaka (Bahnhof Osaka-Umeda) nach Kobe (Bahnhof Kobe-Sannomiya). Die Fahrt dauert 25 Minuten und kostet 330 Yen. Der Expresszug kostet bei Hankyu übrigens keinen Aufpreis.

Mit Hanshin Railway: Hanshin Railway bietet eine gute Verbindung zwischen Bahnhof Osaka-Umeda (330 Yen), Bahnhof Osaka-Namba (420 Yen) und Kobe (Bahnhof Kobe-Sannomiya). Die Fahrt dauert zwischen 30 und 45 Minuten.

🚃 Von Kyoto aus

Mit Japan Railways (JR): Direkte Schnellzüge (JR special rapid) der Tōkaidō-Sanyō-Linie fahren täglich zwischen Kyōto (Bahnhof Kyōto) und Kōbe (Bahnhof Sannomiya). Die Fahrt dauert 50 Minuten, kostet 1110 Yen und ist im Japan-Rail-Pass inbegriffen.

Mit Hankyu Railway: Expresszüge (Limited Express) von Hankyu Railway fahren regelmäßig von Kyoto (Bahnhof Kyoto-Kawaramachi) nach Kobe (Bahnhof Kobe-Sannomiya), mit Umstieg in Osaka-Umeda. Die Fahrt dauert ungefähr 1 Stunde, kostet dafür aber nur 640 Yen.

💡 Mein Tipp: Reist du ohne Japan Rail Pass, sind Hankyu und Hanshin die günstigere Wahl( mit Pass nimmst du natürlich die JR-Linie). Und schau dir vorher kurz an, welcher Bahnhof näher an deinem Hotel liegt: Sannomiya (JR/Hankyu/Hanshin) ist das Zentrum, JR hält zusätzlich am Bahnhof Kobe nahe dem Hafen.

Die 11 Highlights der Stadt Kobe

Besuche das Erdbeben-Gedenkmuseum von Kobe.

Am 17. Januar 1995 um 5:46 Uhr morgens erschütterte ein Beben der Stärke 7,3 die Region. In Kobe selbst starben dabei 4.571 Menschen, über 300 Brände brachen aus, rund 300.000 Einwohner verloren ihr Zuhause. Insgesamt forderte das Hanshin-Awaji-Erdbeben 6.434 Todesopfer und 43.792 Verletzte. Es war die schwerste Katastrophe Japans seit dem Krieg.

Das Gedenkmuseum, offiziell Disaster Reduction and Human Renovation Institution, ist der Ort, an dem die Stadt diese Nacht aufbewahrt und dokumentiert hat. Im 1.17-Theater im vierten Stock des Westgebäudes wird der Moment des Bebens mit Bild und Ton rekonstruiert. Danach folgen Dioramen, beschädigte Uhren, Fotos, Zeugenberichte. Im Ostgebäude geht es um Sturm- und Hochwasserkatastrophen, und ein 3D-Dokumentarfilm behandelt das Tōhoku-Beben von 2011.

Eins vorneweg: Es ist kein leichter Besuch. Die Ausstellung inszeniert nichts, sie zeigt. Genau das macht sie so eindrücklich. Nimm dir für dieses Museum ruhig Zeit.

💡 Mein Tipp

  • Am 17. jedes Monats ist der Eintritt kostenlos. Fällt der 17. auf einen Montag, an dem das Museum geschlossen ist, gilt das Angebot am darauffolgenden Tag. Das Datum ist kein Zufall, es erinnert an den 17. Januar.
  • Das Museum liegt östlich der Innenstadt im Stadtteil HAT Kobe, ein gutes Stück abseits der anderen Sehenswürdigkeiten.
🏯

Besucherinfos

🕘

Di–So 9:30–17:30 Uhr

Öffnungszeiten

🚫

Montags geschlossen

Geschlossene Tage

🎟️

¥ 600 Erwachsene

Eintritt

Wandere zu den Nunobiki-Fällen

Was mich hier am meisten überrascht hat, sind nicht die Wasserfälle selbst, sondern die Lage. Du steigst am Shin-Kobe-Bahnhof aus dem Shinkansen, folgst der Beschilderung, und nach ein paar Minuten stehst du mitten in der Natur, umgeben von Bäumen und Wasserfällen.

Die Nunobiki-Fälle gehören zu den ältesten in der japanischen Literatur erwähnten Wasserfällen und werden dort als göttlich beschrieben. Eigentlich sind es nämlich vier: OntakiMentakiMeotodaki und Tsutsumigadaki.

Vom Shin-Kobe aus folgst du der Beschilderung und erreichst zuerst den Ontaki (mit 43 Metern der höchste unter den vier), ein schmaler Wasserfall, der in ein Becken fällt. Etwa zehn Minuten weiter kommt dann der Mentaki, breiter und schleierartig. Folge einfach immer weiter den Beschilderungen. Nach einiger Zeit gelangst du sogar zum Nunobiki Herb Garden.

Die kurze Wanderung für die vier Wasserfälle funktionieren übrigens in beide Richtungen. Bergauf vom Bahnhof ist der schnellere Weg zum Wasserfall. Aber bergab vom Herb Garden ist es der angenehmere Weg.

💡 Mein Tipp: Der Weg ist zwar einfach, aber trage dennoch bequeme Schuhe, mit denen du wandern kannst.

Betrachte die bunten Blumen und Kräuter in den Nunobiki-Herb-Gardens

Auf etwa 400 Metern Höhe am Rokko-Hang wachsen rund 75.000 Kräuter und Blumen von etwa 200 Arten, verteilt auf zwölf thematische Gärten. Dazu ein Gewächshaus mit tropischen Pflanzen, ein Restaurant und ein Café, und ein Ausblick über Kobe bis zur Bucht.

Ich war Anfang April dort und hatte teilweise Glück. Oben blühten die Tulpen, unten in der Stadt fing die Kirschblüte langsam an. Da der Kräutergarten aber am Rokko-Hang liegt, ist Mitte bis Ende April besser. Am besten überprüfst du auf der Website den aktuellen Stand der Blumen.

Der Preis ist seit meinem letzten Besuch allerdings deutlich gestiegen. Seit dem 1. April 2026 kostet das Kombiticket (Seilbahn hin und zurück plus Garteneintritt) 2.500 ¥ für Erwachsene. Davor waren es 2.000 bzw. 1.000 ¥. Ein separates Gartenticket gibt es nicht, der Garten ist ausschließlich über die Seilbahn erreichbar.

Kleine Ausnahme gibt es für den Abendbetrieb ab 17 Uhr (Wochenenden, Feiertage und im Sommer gültig). Es gilt ein eigener Tarif von 1.500 ¥. Während der Weihnachtssaison von Anfang November bis 25. Dezember gelten Sondertarife.

💡 Mein Tipp

  • Fahr mit der Seilbahn hoch und lauf zu Fuß hinunter. Der Abstieg führt an den Nunobiki-Wasserfällen vorbei, du kombinierst also zwei Highlights in einem Weg. Umgekehrt läufst du die Steigung.
  • Am Wochenende hat der Garten bis 20:30 Uhr geöffnet und das Seilbahnticket ist nach 17 Uhr günstiger. Perfekt, um den Nachmittag oben ausklingen zu lassen und die Aussicht auf das abendliche Lichtermeer von Kobe zu genießen. Die Nachtaussicht vom Rokko gilt als eine der schönsten Japans!
🏯

Besucherinfos

🕘

Mo–So 10:00–17:00 Uhr

Öffnungszeiten

🚫

Wartung Ende Aug./Anfang Sept. und Jan./Feb., dazu bei schlechtem Wetter

Geschlossene Tage

🎟️

¥ 2.500 Erwachsene (inkl. Seilbahn)

Eintritt

Entdecke den westlichen Einfluss in Kitano-cho

Am Fuße des Rokko-Gebirges findest du das hübsche Stadtviertel Kitano-cho, wo im 19. Jahrhundert viele ausländische Händler und Diplomaten lebten. Mehr als ein Dutzend der ehemaligen Villen (auch Ijinkan genannt) sind heute Museen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Die beliebtesten Museen in Kitano-cho sind:

  • The English House
  • Weathercock House
  • Moegi House
  • Uroko House

 

Kitano-cho ist angenehm zu Fuß erkundbar und bietet abgesehen von den Museen eine Vielzahl von Cafés, Restaurants und Boutiquen, was es vor allem bei jungen Paaren sehr beliebt macht. Mach unbedingt auch einen Abstecher zum Kitanomachinaka-Park, dort bekommst du einen kurzen Einblick in Kobes Jazzszene.

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Besucherinfos

🕘

Mo–So 9:30–18:00 Uhr (Okt. bis März 17:00 Uhr)

Öffnungszeiten

🚫

Unterschiedlich

Geschlossene Tage

🎟️

¥ 550 bis 750 Yen

Eintritt

Genieße die Natur im Soraku-en-Garten

Der Sorakuen-Garten ist ein bezaubernder japanischer Landschaftsgarten im Zentrum von Kobe. Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegte Garten war einst Teil der Residenz des ehemaligen Bürgermeisters Kodera Kenkichi. Seit 1941 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich, obwohl die meisten seiner ursprünglichen Gebäude im Zweiten Weltkrieg verloren gingen.

So sind noch heute ein einzigartiger Stall im europäischen Stil und das historische Hassam-Haus erhalten. Jede Jahreszeit dort ist wundervoll, aber ich hielt vor allem die Hortensienzeit (Juni/Juli) für besonders schön.

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Besucherinfos

🕘

Mo–So 9:30–17:00 Uhr

Öffnungszeiten

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Donnerstag

Geschlossene Tage

🎟️

¥ 300 Yen

Eintritt

Shoppe zwischen Bahnhof Motomochi und Bahnhof Sannomiya

Wie jede Stadt hat auch Kobe tolle Möglichkeiten zum Shoppen für Kleidung, Elektronik oder Souvenirs. Die berühmtesten Shoppingmöglichkeiten sind die Sannomiya Center Gai Shopping Street und Motomachidori, und obwohl beide perfekt zum Einkaufen sind, möchte ich dir einen anderen, dafür aber umso cooleren Ort zum Schaufenster- oder Souvenirshoppen empfehlen.

Zwischen dem Bahnhof Sannomiya und dem Bahnhof Motomachi verläuft unterhalb der Gleise eine Einkaufspassage entlang, in der sich eine Vielzahl an hippen Geschäften, Restaurants und Cafés befindet.

Schlendere am Hafen von Kobe entlang.

Sobald die Sonne sinkt und die Nacht einbricht, verwandelt sich der Hafen in einen Treffpunkt für junge Paare, die die im Meer spiegelnden Abendlichter betrachten. Viele Paare machen deswegen einen Ausflug nach Kobe, um die romantische Stimmung dort zu genießen.

Auch tagsüber ist der Hafen wunderschön und es gibt dort viel zu sehen und zu tun. Schlendere am Hafen entlang und verpasse dabei nicht diese Highlights:

  • Merikan Park: Spaziere durch den Merikan Park und besuche dabei das Maritime Museum oder finde das Street-Art-Kunstwerk.
  • Port of Kobe Earthquake Memorial Park: Sieh mit deinen eigenen Augen, was für Verwüstungen ein Erdbeben auslösen kann, und gedenke dabei der Menschen, die da umkamen.
  • Kobe Port Tower: Hab einen einzigartigen und unglaublichen Blick auf Kobe und den Hafen durch den 108 m hohen Turm.
  • Be Kobe: Posiere vor dem ikonischen Be-Kobe-Zeichen, welches erbaut wurde zum 150. Jubiläum des Hafens.

Bestaune das bunte Chinatown in Kobe

Seit 1868 ist das Viertel Chinatown (Nankinmachi) ein fester Bestandteil von Kobe und entwickelte sich über die Jahre hin zu einem farbenfrohen Ort. Nachdem Japan seine Landesgrenzen wieder für das Festland öffnete, zogen viele chinesische Immigranten in die Nähe vom Hafen. Nach und nach wuchs das Viertel, bis es während des 2. Weltkriegs zerstört wurde. Nach dem Krieg wurde Nankinmachi wieder aufgebaut und wurde zu dem farbenfrohen und lebendigen Ort von heute.

Kobes Chinatown besteht aus zwei Hauptstraßen, die sich an einem kleinen Plaza treffen. Es gibt sehr viele chinesische Restaurants und Geschäfte, die an den Straßen entlanggehen. Auch markieren wunderschöne Tore den Eingang zu Chinatown.

Ich bin bei meinem Besuch einfach drauflosgelaufen, ohne festen Plan, und habe mich von Stand zu Stand durchprobiert: Nikuman, gefüllte Teigtaschen, was gerade am leckersten aussah. Genau dafür ist Nankinmachi gemacht: Du brauchst keine Reservierung und keine Restaurant-Empfehlung, du folgst einfach deinem Gefühl. Die Namen der einzelnen Stände habe ich mir ehrlich gesagt nicht gemerkt, aber das war auch nicht der Punkt. Hier geht es ums Durchschlendern und Naschen, nicht ums gezielte Ansteuern eines bestimmten Ladens.

Verbringe den Abend in einem Jazz-Club

Jazz und Kobe gehören einfach zusammen. Denn in keiner japanischen Stadt ist Jazz so sehr verwurzelt wie in Kobe. Um also deinen Tag in Kobe perfekt zu beenden, solltest du es dir nicht entgehen lassen, in eine der vielen Jazz-Bars zu gehen und den dortigen Musikern zuzuhören.

Das Ganze wird nur noch mit einem leckeren Cocktail und leckerem Essen abgerundet. Hier ein paar Bar-Empfehlungen:

  • Sone Jazz Bar: Die berühmteste Bar der Jazz-Szene von Kobe ist die Sone Jazz Bar. Eine kultige Bar im Herzen von Kobe, in der jeden Abend Live-Auftritte stattfinden.
  • Basin Street: eine weitere fabelhafte Bar, um Jazzmusik live zu hören. Basin Street ist vor allem bei Touristen beliebt, da hier auch Englisch gesprochen wird.
  • Jazz Café M&M: Ist Alkohol gar nicht dein Fall, dann wird das Jazz Café M&M besonders gut gefallen. Leider wird hier keine Live-Musik gespielt, dafür dann von alten Schallplatten.

Probiere das berühmte Kobe-Beef

Kein Besuch in Kobe ist komplett, ohne einmal das berühmte Kobe-Beef probiert zu haben. Dieses butterzarte Fleisch ist weltbekannt und zählt zu dem besten Rindfleisch der Welt.

In ganz Kobe verteilt gibt es Restaurants, die Gerichte mit dem berühmten Fleisch anbieten. Dabei ist die Preisklasse von preiswert bis teuer, je nachdem, wo du hingehst.

Hier ein paar Empfehlungen von mir, um Kobe-Beef zu essen:

  • Kobe-Beef-Ramen Yazawa: Hier werden leckere Ramen mit Kobe-Beef serviert. Ideal, um Kobe-Beef das erste Mal zu probieren, auf preiswerte Art!
  • Kobe-Gyudon Hiroshige: Als japanisches Fast-Food wird das Gericht Gyudon mit dem Kobe-Beef zu einem erstklassigen Essen.
  • Steakland: Das Restaurant hat schon mehrere Filialen in Kobe und ist die herausragendste Anlaufstelle für Steaks.

Entspanne in einem der vielen hübschen Cafés in Kobe

In Japan kommen Fuß-Meilen unweigerlich zusammen. Umso wichtiger ist es, sich auch mal hinzuhocken und zu entspannen. Am besten dafür sind die bezaubernden Cafés in Kobe. Die Stadt ist nämlich auch für Kaffee- und Teeliebhaber ein richtiger Hotspot!

Von leckeren Konditoreien in historischen Gebäuden bis hin zu trendigen Cafés mit modernem Ambiente bietet die Stadt eine reizvolle Auswahl, um heiße Getränke zu genießen.

Hier ein paar Cafés zum Entspannen und etwas Warmes zu trinken:

  • Pagot: Ein beliebter Lunch-Spot, aber für mich sind die Kuchen und Tee-Sorten das Highlight dieses niedlichen Cafés im westlichen Stil.
  • Vegan Café Kiu: Das gut versteckte Café im Kitano-Viertel bietet vegane Gerichte & Desserts an.
  • Round Point: Für alle, die kräftigen, heißen und starken Kaffee wollen, ist das Round Point in der Nähe vom Hafen der ideale Ort!

Kobe mit einem Insider erkunden

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